AK fordert sofortigen Stopp der Postbus-Verkaufsverhandlungen

AK gegen Teilverkauf an ausländische Konzerne

Wien (OTS) - Einen sofortigen Stopp der Verhandlungen der zum Verkauf stehenden Postbus-Linien fordert die AK von Infrastrukturminister Gorbach: Der Verkauf an einen ausländischen Konzern wäre volkswirtschaftlich und verkehrspolitisch äußert bedenklich, weil dadurch der Wettbewerb zwischen Straße und Schiene weiter verschärft und die Planung eines koordinierten Verkehrsnetzes erschwert würde. Das wäre eindeutig ein falsches verkehrspolitisches Signal, kritisiert die AK.

Entgegen aller Behauptungen der Regierung soll nun doch ein Teil der Postbusse an einen der größten ausländischen Konzerne, das französische Unternehmen Keolis, verkauft werden, kritisiert die AK. Die AK forderte beim Postbus-Verkauf von Beginn an eine österreichische Lösung und befürwortete - trotz Bedenken, ob die Arbeitsplätze gesichert und das Verkehrsangebot aufrechterhalten bleiben - letztendlich den Verkauf der Postbus AG an die ÖBB. Durch den vom Kartellgericht ohne Auflagen genehmigten Zusammeschluss von ÖBB und Postbus war es für die AK auch klar, dass weder der Unternehmensbereich ÖBB-Postbus zerschlagen noch ein Drittel an Private weiter verkauft wird. Dennoch wurde das Unternehmen von der Regierung gezwungen, den Verkauf von 30 Prozent der Linien an Private voranzutreiben.

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