Gusenbauer zu Causa Kampl: Glaubwürdigkeit des "Gedankenjahres" steht am Spiel

Gusenbauer stellt sich klar hinter Pehm

Wien (SK) "Die Glaubwürdigkeit des Gedankenjahres 2005 steht
und fällt mit der Frage, ob Kampl zurücktritt oder nicht", sagte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz. "Alle Erklärungen in Sonntagsreden sind nicht ernst zu nehmen, wenn Kampl Bundesratspräsident wird." Gusenbauer äußerte sein Unverständnis über das Schweigen von Bundeskanzler Schüssel, der anlässlich des Festaktes zum 60. Geburtstag der Zweiten Republik noch gesagt hatte, dass solche Leute nicht in die öffentliche Institutionenlandschaft passen würden. Gusenbauer erwartet sich von Schüssel, dass er Druck auf LH-Haider und Kampl ausübt. ****

Die Affäre um Kampl nehme "bizarre Züge" an, so Gusenbauer. Er berichtete von einer gestrigen Schuldiskussion in einer Handelsakademie, bei der ein Schüler gefragt habe, wie es sein könne, dass im sogenannten "Gedankenjahr 2005" ernsthaft beabsichtigt werde, dass ein Mann wie Kampl Bundesratspräsident wird und ob hier nicht ein Widerspruch bestehe. Er, Gusenbauer, habe diesem Schüler nur Recht geben müssen.

Der SPÖ-Vorsitzende verteidigte außerdem den amtierenden Bundesratspräsidenten: "Pehm hat gesagt, was ein Bundesratspräsident in dieser Situation sagen muss." Dass an seiner Positionierung Kritik geübt werde, sei völlig unverständlich, "im Gegenteil: ich hätte mir erwartet, dass sich Nationalratspräsident Khol und Bundeskanzler Schüssel klar hinter Pehm stellen". (Schluss) se

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