Plassnik: "Nach massivem Nein der Franzosen zur Verfassung ist Nüchternheit gefordert"

Außenministerin betont: Europa darf nicht zum Sündenbock für diffuse Ängste oder nationales Bauchgrimmen gemacht werden.

Wien (OTS) - Wien (29.05.) - "Das massive Nein der Franzosen
schafft keine Klarheit über Ziele und Ursachen dieses Nein", sagte Außenministerin Plassnik zum Ausgang des Referendums in Frankreich. Jetzt sei Nüchternheit gefragt.

"Unterschiedliche Gründe haben zu diesem Volksentscheid geführt", so Plassnik, "zum Teil waren offenbar innenpolitische Motive für diese Entscheidung maßgeblich".

Man brauche zunächst eine kluge Analyse, die Franzosen müssten sich darüber klar werden, was dieses Votum ausdrücken wolle. "Es ist an ihnen, ihren europäischen Partnern ein Erklärung zu geben", sagt Plassnik.

Jedenfalls weise das französische Ergebnis als solches keinen Weg in die Zukunft. Und Plassnik warnt: "Europa darf nicht zum Sündenbock für diffuse Ängste oder nationales Bauchgrimmen gemacht werden."

Rasche Patentrezepte seien fehl am Platz. Plassnik abschließend:
"Neun EU-Länder haben die neue EU-Verfassung schon angenommen. Ihre Entscheidung darf nicht in den Hintergrund gedrängt werden".

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