ORF "Offen gesagt": Kickl: Keine Spur von objektiver Diskutantenauswahl.

ORF-Information als Propagandainstrument der Regierung und Anti-FPÖ-Werkzeug

Wien (OTS) - Heftige Kritik übte heute FPÖ-GS Herbert Kickl an der Diskutantenauswahl der Sendung "Offen gesagt" zum Thema "Was stört uns an der EU?". Die Sendungsverantwortlichen hätten offenbar unter direkter Anweisung oder mit Duldung ihrer Führung dafür gesorgt, dass der profilierteste Kritiker der EU-Fehlentwicklungen (vom Erweiterungswahnsinn samt Türkei über die Beitragserhöhnungen bis hin zur Verweigerung der EU-Volksabstimmung), nämlich FPÖ-Obmann HC Strache, nicht zu dieser Diskussion eingeladen worden sei. Man habe wohl Haider nachgegeben, der offensichtlich nicht zuletzt wegen der Türkei-Frage eine direkte Konfrontation mit Strache genauso fürchte, wie Schüssel die Österreicher in Sachen Verfassungs-Volksabstimmung.

Mit der Nicht-Berücksichtigung der FPÖ, die im Gegensatz zum BZÖ im EU-Parlament vertreten sei und ihre politische Legitimation überdies dem Wähler und nicht der ÖVP verdanke, trete der ORF den Auftrag zur objektiven und umfassenden Information mit Füssen, so Kickl.

Jede politische Zuckung Haiders sei inzwischen im Interesse des Regierungserhalts Anlass genug dafür, den BZÖ-Chef in irgendein ORF-Studio zu laden. Es gäbe wohl so eine Art vorauseilenden Gehorsam einiger journalistisch Verantwortlicher, die unter dem Deckmantel der Pressefreiheit parteipolitisch motivierte Diskutanten-Selektion betrieben. Diese Entwicklung habe sich bereits darin gezeigt, dass man Haider einen Auftritt als BZÖ-Chef in der Pressestunde serviert habe, ohne dass die Partei überhaupt schon offiziell gegründet und die Führungsfunktionen gewählt worden seien. Als weitere "ORF-Errungenschaft" nannte er das Novum einer durchgeschalteten Rede des Bundeskanzlers anlässlich der Staatsvertragsfeierlichkeiten. Und jetzt lade man die profilierteste EU-kritische Partei zu einer Diskussion zu genau diesem Thema nicht ein, meinte Kickl.

"Schüssel und Haider haben für sich im ORF jetzt vorsommerlichen Polit-Festspiele ausgerufen. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Anweisung aus der Schwarz-Orangen Spitze, sich nicht mit fundierten Kritikern Schüssels und Haiders wie etwa HC Strache oder Andreas Mölzer, an einen Tisch zu setzen, genügt, um im ORF alle Objektivitätsgebote über Bord zu werfen und politische Diskussionsrunden zusammen zu stellen, die nicht das tatsächliche politische Kräfteverhältnis zum Ausdruck bringen", meinte Kickl. Die FPÖ werde eine solche Verhaltensweise nicht dulden und der Bevölkerung mit geeigneten Mitteln dieses parteipolitische Spiel des ORF wirksam vor Augen führen. (Schluss)

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