Cap: Moraks Umgang mit Steuergeldern ist nicht zu akzeptieren

Morak muss seine Geburtstagsfeier selbst bezahlen - Cap verlangt Rechenschaft über Fördergelder für Wörthersee-Bühne

Wien (SK) "Wie kommen die Steuerzahler dazu, dass sie für die Geburtstagsfeier von Kunststaatssekretär Morak 6.000 Euro zahlen müssen?" - der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap nimmt die Weigerung Moraks in der ORF-"Pressestunde", für seine Geburtstagsfeier nachträglich selbst zu bezahlen, nicht zur Kenntnis. "Niemand in diesem Land hat Verständnis dafür, dass die Öffentlichkeit für das private Fest des Kunststaatssekretärs aufkommen muss." Die Geburtstagsfeier war nämlich vom Kunsthistorischen Museum (KHM) unter Direktor Seipel finanziert worden. Cap fordert nun die Rückerstattung der 6.000 Euro durch Morak und/oder Seipel. ****

Ungeheuerlicher ist für Cap, dass sich Morak in Sachen Wörthersee-Bühne einfach aus der Verantwortung stiehlt und gar nicht wissen will, was mit den Zuschüssen des Bundes geschieht. Cap verweist auf den Fördervertrag des Bundes in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Dieser war zuerkannt worden, um den Spielbetrieb bis 2008 aufrechtzuerhalten. Dies sei aber unmöglich, da die Summe für die Abgangsdeckung 2004 herangezogen worden sei. Cap am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Morak scheint es egal zu sein, was mit den Fördergeldern, die er verteilt hat, passiert. Diese Vogel-Strauß-Politik Moraks ist skandalös."

Die Gelder für die Wörthersee-Bühne seien 2004 bezahlt worden, so Cap, "Morak muss also auf der Stelle der Öffentlichkeit Bericht erstatten, wofür die 1,6 Millionen Euro verwendet wurden, nicht erst im Herbst 2005". Die SPÖ werde nicht akzeptieren, dass Morak erst im U-Ausschuss des Kärntner Landtages darüber berichtet: "Morak wird kommende Woche im Kulturausschuss schärfstens über den Verbleib der Fördermittel befragt werden", kündigte Cap an.

Cap ist enttäuscht, dass Morak kein einziges kritisches Wort zu Direktor Seipel gefunden hat. Schließlich seien die Einnahmen und die Besucherzahlen des Kunsthistorischen Museums seit 1999 rückläufig und der Rechnungshof habe einen vernichtenden Bericht über das KHM verabschiedet. "Warum schweigt sich Morak über diese schlechte Entwicklung aus?", fragte Cap abschließend. (Schluss) se

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