Neues Volksblatt: "Reform" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 27. Mai 2005

Linz (OTS) - Ältere Semester können sich noch erinnern, wie Nikita Chruschtschow 1960 in der UNO-Vollversammlung Njet schrie und zur Untermauerung mit dem Schuh auf den Tisch schlug.
Njet - das ist auch die Rolle der SPÖ.
Und wenn die Genossen einmal nicht Njet sagen, wie sie das für die oö. Spitalsreform angekündigt haben, ist das von einer unguten Polit-Show begleitet.
So hatten gestern SPÖ-Chef Erich Haider und andere zu einer Pressekonferenz geladen, um sich der Rettung von sechs Krankenhäusern und 920 Betten zu rühmen und den Sieg über die
"Schließungspläne von LH Josef Pühringer" zu feiern.
Tatsache ist, dass die Grundlagen der Reform von einer Expertenkommission stammen, in der auch die SPÖ vertreten war. Tatsache ist laut ÖVP-Gesundheitssprecher Walter Aichinger auch, dass das Zusperren von Krankenhäusern nie ein Thema war; höchstens in der Desinformationskampagne der SPÖ.
Und Tatsache ist, dass die SPÖ seit 1945 in OÖ für die Gesundheit zuständig ist, aber nichts getan hat. Da kann man den Grant der Genossen schon verstehen, wenn ihnen eine Reform aufs Aug' gedrückt wird - auch wenn es eine gute und notwendige Reform ist.

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