Metallgewerkschaften einig gegen ungezügelte Macht der Konzerne

Kampagne fordert weltweites Asbestverbot

Wien (GMT/ÖGB) - Rund 800 Delegierte aus aller Welt, die sich zum Kongress des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes (IMB) in Wien versammelt hatten, verabschiedeten heute gemeinsam einen Aktionsplan, um der ungezügelten Macht der transnationalen Konzernen etwas entgegen zu setzen.++++

IMB Generalsekretär Marcello Malentacchi sagte zum Aktionsplan, der heute vom Kongress angenommen wurde, dass Gewerkschaften in der heutigen globalisierten Wirtschaft eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeitenden Menschen nur dadurch erreichen können, dass sie über die nationalen Grenzen hinweg zusammenarbeiten. "Überall auf dem Planeten kämpfen Gewerkschaften täglich für die Rechte der Arbeitenden. Dieser globale Aktionsplan bringt uns in diesem Kampf zusammen, und unsere internationale Solidarität eint uns gegenüber den transnationalen Konzernen," sagte er.

Ein zentraler Punkt des Aktionsplanes ist die Vereinbarung von internationalen Rahmenabkommen. Diese Abkommen sind ein gangbarer Weg um die Einhaltung der Rechte der Arbeitenden zu vereinbaren. Bis dato hat der IMB elf derartiger Vereinbarungen unterzeichnet. Die delegierten des Kongresses haben sich selbst dazu verpflichtet, weitere Vereinbarungen mit transnationalen Konzernen zu erzielen.

Der IMB Kongress machte auch den historischen Schritt, acht Frauen in die 25 Personen umfassende Exekutive zu wählen. Das wurde auch durch Wortmeldungen, die Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit nahmen, unterstützt. Außerdem werden die speziellen Folgen der Globalisierung auf Frauen in Zukunft detaillierter erörtert werden.
Der Kongress diskutierte auch über Antworten der Gewerkschaften auf Chinas zunehmende Präsenz in der globalen Wirtschaft, die Antworten der Gewerkschaften münden unter anderem in verstärkter Zusammenarbeit mit Arbeitern in Multinationalen Konzernen in China.
Die Metallgewerkschaften starteten auch eine Kampagne für ein weltweites Asbestverbot, die ein Ende der Produktion, des Vertriebes und der Verwendung von Asbest verbietet - eine Substanz, die jährlich 100.000 Menschen tötet.

Weitere Details, Fotos und Hintergrundinformationen finden Sie unter www.imfmetal.org bzw. www.imfmetal.org/congress2005.

ÖGB, 25. Mai
2005
Nr. 340

Rückfragen & Kontakt:

GMT-Presse, Nani Kauer,
Mobil: 0664 6145 915
www.metaller.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0005