Straßen: "Größtes Gebäude der Menschheit"

Wiener Künstler beschäftigt sich mit Mobilität

Wien (OTS) - Der junge Wiener Künstler Clemens Fürtler setzt sich in seinen Werken intensiv mit dem Thema Verkehr auseinander. "Das Netzwerk der Straßen ist das größte Gebäude der Menschheit. Straßen sind nicht nur Verbindungen zwischen zwei Orten, sondern sie beeinflussen auch das Bild unserer Welt", so Fürtler wörtlich. Eine kleine Auswahl an Exponaten des Künstlers wird während des ASECAP-Meetings (Internationales Treffen der Straßen- und Mautbetreiber) von 22.-25. Mai 2005 im Wiener Hotel Hilton im Rahmen einer Austellung im Zuge der Autostrade/EUROPPASS-Präsenz vorgestellt.

Straßen am Dach der Welt

Clemens Fürtler, geboren 1966 in Mödling, studierte zunächst von 1990 - 1995 an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei und verbrachte anschließend durch ein Stipendium des Bundeskanzleramts sechs Monate in Nepal. Unter anderem sind dort LKW Gottheiten gewidmet und dem Künstler wurde der Stellenwert bewusst, den Mobilität mittlerweile in unserer Gesellschaft einnimmt. Fürtler geht es um die Umsetzung von Geschwindigkeit, Perspektive und Dynamik in einer von Mobilisierung geprägten Kulturlandschaft.

Verteilerkreis Süd

Für David Staretz von der Autorevue, Österreichs Magazin für Technik und Sport, liegt Fürtlers eigentliche Stärke "im Grenzbereich zwischen Realität und Abstraktion, also genau dort, wo fast jeder Betrachter teilhaben kann". Es geht um Umgebungen, die häufig nicht bewusst wahrgenommen werden, obwohl die geografische bzw. verkehrstechnische Bedeutung des Ortes durchaus bekannt ist. Welche Bilder verbergen sich hinter den Bildern des Betrachters, hört dieser die Worte: "Südost-Tangente" oder "Verteilerkreis Süd"?

Wahrnehmung

Wolfgang Pauser schreibt in seinem Essay: "Die Zeit ist ein Streifen im Raum - Clemens Fürtlers Kunst und Raserei": "Als Mensch vor dem Tode ist man immer im Zwischenstück und immer zwischenzeitlich, also schon weg und noch nicht da - wie auf der Autobahn. [...] Um dem Undefinierbaren der vom Auto gemeinsam mit seinen Trägermedien induzierten Befindlichkeiten und Erfahrungswelten beizukommen, benützt Clemens Fürtler mehrere Medien: Die Malerei, die Miniaturisierung im Raum durchs Modell, das Video, das Relief, die Skulptur, die Modell-Sprengung, die Projektion, die Fotografie. Die Vielheit dieser Medien ist nötig, um klar zu machen, dass es weder um eines dieser Medien geht, noch um einen Gegenstand, sondern um etwas, das von keinem Medium ganz, von jedem der Medien in einem Aspekt [...] zugeführt werden kann: eine Wahrnehmungsweise, eine Weise des In-der-Welt-Seins, in die wir Technikweltbewohner allmählich hineingeschlittert sind in jenen Jahrzehnten, als das Auto und seine Bahnen seine volle Blüte erreichten. [...] Clemens Fürtler schenkt seine ganze Aufmerksamkeit, Herstellungskraft und Lebenszeit der Aufgabe, uns dieses Übersehene der auto-genen neuen Wahrnehmungskonstruktion wahrnehmbar zu machen."

Bildgenerierungsmaschine

Zu diesem Zweck begann Fürtler vor vier Jahren eine "Bildgenerierungsmaschine" zu konzipieren. "Sie ist eine abstrahierte Kombination einer Modelleisenbahn mit einer Modellautobahn. Die verschiedenen Fahrzeuge generieren mittels Funkkameras unzählige Bilder, die dem Betrachter über eine Projektion Eingang in diese Verkehrswelt schaffen", so Fürtler über sein 4x4 m Modell. Das Video der "Bildgenerierungsmaschine" wird am EUROPPASS/ Autostrade-Stand im Rahmen des ASECAP-Meetings zu sehen sein.

Weitere Informationen:

www.fuertler.com
www.go-maut.com
www.autostrade.it

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