Leitl: Handelsbeziehungen mit Israel vertiefen

Exportzuwachs über 20 Prozent - große Chancen für österreichische Unternehmen im Infrastrukturausbau und bei Kooperationen mit High-Tech-Industrie

Wien (PWK367) - Im Rahmen eines Kooperationstreffens mit dem Präsidenten der israelischen Handelskammer Uriel Lynn und einer hochkarätigen Wirtschaftsdelegation aus Israel betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl die Wichtigkeit der bilateralen Handelsbeziehungen zwischen Österreich und Israel: "Wir konnten schon bei meinem Besuch mit einer österreichischen Wirtschaftsdelegation in Israel im Vorjahr unsere hervorragend laufenden Beziehungen vertiefen und wichtige neue Kontakte schließen. Das heutige Treffen ist aber ein weiterer Meilenstein für noch intensivere Kontakte zwischen israelischen und österreichischen Wirtschaftstreibenden. Menschen verbinden und die Wirtschaft baut die nötigen Brücken für eine intensive und fruchtbare Kooperation."

Präsident Lynn wies auf die vielen Anknüpfungspunkte zwischen beiden Volkswirtschaften hin: "In beiden Ländern gibt es eine Unzahl von innovativen Unternehmen, die von gegenseitigen Kooperationen nur profitieren können. Israel bietet vor allem Top-Unternehmen in den Bereichen High-tech, Bio-Tech oder Nano-Tech, wo ich viele Chancen in einem Ausbau von Forschungskooperationen sehe." Andererseits können israelische Unternehmen von der Professionalität und von den guten Kontakten österreichischer Betriebe nach Osteuropa profitieren. Israel könne sich auch am guten österreichischen Weg der Unternehmensbesteuerung orientieren. Grundsätzlich sieht Lynn starke Ähnlichkeiten zwischen Israels und Österreichs Wirtschaft durch die starke Ausrichtung auf den Export.

Im bilateralen Handel legten im vergangenen Jahr sowohl die österreichischen Exporte nach Israel (+22,4%) als auch die israelischen Ausfuhren nach Österreich (+5,7%) zu. Der geringere Zuwachs der Importe aus Israel ergibt sich daraus, dass ein Großteil der israelischen Exporte über Deutschland nach Österreich kommt und somit statistisch nicht als Einfuhr aus Israel erfasst wird. Österreich konnte im vergangenen Jahr seine Marktposition in Israel gegenüber den anderen europäischen Mitbewerbern ausbauen - der durchschnittliche Exportanstieg aus den EU-Ländern lag mit rund 17% deutlich über dem österreichischen Ausfuhrplus. "Die zwischenstaatlichen Handelsbeziehungen sind noch stark ausbaufähig", sagte Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Besondere Chancen für österreichische Unternehmen in Israel ergeben sich vor allem im Bereiche Infrastrukturausbau, wo enorme Investitionen in den Ausbau des Bahn- und Straßennetzes, der Seehäfen und in Tunnelprojekte geplant sind. Weiters werden sich künftig auch verstärkt Möglichkeiten in den Bereichen Umweltschutz, Energie, Nahrungsmittel- und Softwareindustrie sowie im Tourismus ergeben. (BS)

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