Hunde-DNA-Tests - SP-Mayer: "Wir wollen keinen Überwachungsstaat"

Wien (OTS) - "Die Hunde sind der erste Schritt, dann werden wohl
die DNA-Proben für alle WienerInnen folgen - damit kann man dann auch alle Kaugummi-Ausspucker dingfest machen", reagierte heute der Tierschutz-Sprecher der SPÖ Wien, Dr. Alois Mayer, auf die Forderung der Hernalser ÖVP, DNA-Tests für Hunde einzuführen: "Abgesehen davon, dass dieser ÖVP-Vorschlag sowieso ins Kuriositätenkabinett einzureihen ist, zeigt er doch, wohin die Richtung in der ÖVP geht. Wir jedenfalls wollen keinen Überwachungsstaat. Den zahlreichen Hundefreunden, die sich an die Regeln halten, ist ein verpflichtender DNA-Test nicht zuzumuten."

Wien setze auf die Eigenverantwortung der Hundehalter - "und erinnert sie gegebenenfalls auch daran", so Mayer weiter. "Die Stadt Wien bemüht sich um ein konfliktfreies Miteinander von Mensch und Tier in der Großstadt. Alle Hundebesitzer sind verpflichtet, den Kot ihrer Lieblinge von öffentlichen Plätzen zu entfernen - es geht klar um Einzelverantwortung." Um dies zu erleichtern habe Wien zahlreiche Angebote für HundesbesitzerInnen geschaffen, wie über 100 Hundezonen, die auch regelmäßig gereinigt würden. "Zudem gibt es zahlreiche Hundesetautomaten."

Erst kürzlich habe das Wiener Umweltressort weitere Initiativen gestartet, um das leidige Problem zu lösen. "Die 23 Bezirke sind eingeladen, konkrete Maßnahmen zu setzen, die von der Stadt auch unterstützt werden. So geht es um die Anbringung von zusätzlichen Hundesetautomaten, die Errichtung von Hundeklos, um zusätzliche Hundezonen und einiges mehr", unterstrich Mayer.

Im Rahmen der Kampagne "Rote Karte für den Mist!" sei kürzlich auch der Startschuss zu einem Pilotprojekt in vier Wiener Bezirken -Alsergrund, Simmering, Meidling, Ottakring- gefallen:
"MitarbeiterInnen der MA 48 suchen dort in den Parkanlagen das Gespräch mit den Hundebesitzern, verteilen Sackerl für den Hundekot und Bezirkspläne, auf denen alle Einrichtungen für Hunde (Hundezonen, Hundetränken) verzeichnet sind."

"Es ist einigermaßen verwunderlich, dass die ÖVP in den Wiener Bezirken keine anderen Sorgen hat, als sich Gedanken über die Identifizierung von Hundstrümmerl zu machen", schloss Mayer. (Schluss)

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