• 23.05.2005, 12:14:50
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ÖGB-Präsident Verzetnitsch: Soziale Rechte laut einfordern

Wahlen zu IMB-Gremien am Nachmittag

Wien (GMT/ÖGB) - "Es gibt keine wichtigere Forderung als Arbeit
für alle, ob jung oder alt, überall auf der Welt," sagte
ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch in seiner Begrüßungsrede beim 31.
Weltkongress des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes in Wien.
Auch das Motto des IMB-Kongresses, "Mehr Rechte für
ArbeitnehmerInnen", sei heute wichtiger denn je. ++++

"Gewerkschaften müssen sich dafür einsetzen, dass die Rechte der
ArbeitnehmerInnen überall auf der Welt eingehalten werden", sagte der
ÖGB Präsident. "Die Kernarbeitsnormen der Internationalen
Arbeitsorganisation ILO müssen endlich auch in den Verträgen der
Welthandelsorganisation WTO verankert werden, sie müssen einklagbar
sein und Verstöße müssen mit Sanktionen belegt werden." Verzetnitsch
ging auch auf die Tatsache ein, dass Unternehmen die
ArbeitnehmerInnen auf der ganzen Welt gegeneinander ausspielen und
mit der Drohung, sich immer noch billigere Arbeitskräfte zu suchen,
zu erpressen. Verzetnitsch verlangte von jedem, der fordert, dass
Arbeit immer noch billiger werde: "Leben Sie selbst einmal unter
diesen Bedingungen und mit diesen Einkommen!" Solidarität und soziale
Rechte müssten laut eingefordert werden, sagte Verzetnitsch. "Die
soziale Not kommt lautlos, die Antwort der Gewerkschaften darauf muss
lautstark sein."

Internationale Vereinbarungen zur Absicherung der Beschäftigten

Auf die Rede von ÖGB-Präsident Verzetnitsch folgte der Bericht des
IMB-Generalsekretärs Marcello Malentacchi über die Arbeit der
vergangenen vier Jahre. Ein wesentlicher Punkt war der Abschluss von
internationalen Rahmenvereinbarungen. Mit derartigen Vereinbarungen
will der IMB erreichen, dass die Kernarbeitsnormen wie etwa das
Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit eingehalten werden. Derzeit
gibt es elf derartiger Vereinbarungen, die jüngste hat der IMB vor
kurzem mit BMW in Deutschland abgeschlossen.

Der Kongress dauert noch bis Mittwoch, 25. Mai an. Vertreterinnen
und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Bitte
kontaktieren Sie unser Pressebüro.

ÖGB, 23. Mai
2005
Nr. 329

Rückfragehinweis:

GMT-Presse, Nani Kauer, 
   Mobil: 0664 6145 915
   www.metaller.at

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