ÖGB-Präsident Verzetnitsch: Soziale Rechte laut einfordern

Wahlen zu IMB-Gremien am Nachmittag

Wien (GMT/ÖGB) - "Es gibt keine wichtigere Forderung als Arbeit für alle, ob jung oder alt, überall auf der Welt," sagte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch in seiner Begrüßungsrede beim 31. Weltkongress des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes in Wien. Auch das Motto des IMB-Kongresses, "Mehr Rechte für ArbeitnehmerInnen", sei heute wichtiger denn je. ++++

"Gewerkschaften müssen sich dafür einsetzen, dass die Rechte der ArbeitnehmerInnen überall auf der Welt eingehalten werden", sagte der ÖGB Präsident. "Die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO müssen endlich auch in den Verträgen der Welthandelsorganisation WTO verankert werden, sie müssen einklagbar sein und Verstöße müssen mit Sanktionen belegt werden." Verzetnitsch ging auch auf die Tatsache ein, dass Unternehmen die ArbeitnehmerInnen auf der ganzen Welt gegeneinander ausspielen und mit der Drohung, sich immer noch billigere Arbeitskräfte zu suchen, zu erpressen. Verzetnitsch verlangte von jedem, der fordert, dass Arbeit immer noch billiger werde: "Leben Sie selbst einmal unter diesen Bedingungen und mit diesen Einkommen!" Solidarität und soziale Rechte müssten laut eingefordert werden, sagte Verzetnitsch. "Die soziale Not kommt lautlos, die Antwort der Gewerkschaften darauf muss lautstark sein."

Internationale Vereinbarungen zur Absicherung der Beschäftigten

Auf die Rede von ÖGB-Präsident Verzetnitsch folgte der Bericht des IMB-Generalsekretärs Marcello Malentacchi über die Arbeit der vergangenen vier Jahre. Ein wesentlicher Punkt war der Abschluss von internationalen Rahmenvereinbarungen. Mit derartigen Vereinbarungen will der IMB erreichen, dass die Kernarbeitsnormen wie etwa das Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit eingehalten werden. Derzeit gibt es elf derartiger Vereinbarungen, die jüngste hat der IMB vor kurzem mit BMW in Deutschland abgeschlossen.

Der Kongress dauert noch bis Mittwoch, 25. Mai an. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Bitte kontaktieren Sie unser Pressebüro.

ÖGB, 23. Mai
2005
Nr. 329

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