ÖAMTC lehnt Abschaffung der Sommer- und Ferienreiseverordnung ab

Club-Forderungen für einen sinnvollen Ferienkalender

Wien (ÖAMTC-Presse) - Ein verlängertes Wochenende steht bevor, und wieder wird es auf den Urlauberstrecken kräftig stauen. "Ein beunruhigender Ausblick auf die Sommerferien", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Das Verkehrsministerium plant derzeit nämlich die Abschaffung der Sommer- sowie der Ferienreiseverordnung. An deren Stelle soll ein "Fahrverbotskalender" treten, der eine Verringerung der vom Lkw-Fahrverbot betroffenen Strecken um fast 75 Prozent vorsieht. "Der vorprogrammierte Stauwahnsinn", warnt der ÖAMTC-Jurist auch vor steigenden Unfallzahlen. Der Club appelliert an den Verkehrsminister, Vertreter der Länder, der Wirtschaft und der Interessenvertretungen an einen Runden Tisch zu holen. "Nur gemeinsam kann ein Ferienkalender erstellt werden, der alle Interessen bestmöglich berücksichtigt", verlangt Hoffer eine offene Diskussion statt einer einseitigen Anordnung.

Die Sommerreiseverordnung schrieb bisher auf den meisten heimischen Autobahnen ein Fahrverbot für Lkw bzw. Gespanne ab 7,5 Tonnen Gesamtgewicht an den Samstagen der Ferienwochenenden zwischen 8 Uhr und 15 Uhr vor. Sie ergänzte damit das ab 15 Uhr geltende Wochenendfahrverbot. Die Ferienreiseverordnung hat dieses Fahrverbot zusätzlich auf mehrere Freitage zwischen 15 und 19 Uhr ausgedehnt. "Wenn diese sinnvollen Regelungen fallen, dann muss die neue Verordnung wenigstens folgende wesentliche Punkte enthalten", fordert Hoffer:

*Der Ferienkalender muss an die Ferientermine in Deutschland angepasst werden. Nur so kann der "Urlauberschichtwechsel" ohne Chaos auf Österreichs Straßen über die Bühne gehen.

*Die Verbotsstrecken sollten jenen der alten Sommerreiseverordnung entsprechen. Zumindest aber müssen für den Club folgende Autobahnen enthalten bleiben: Die A1 (West Autobahn) und A2 (Süd Autobahn) auf allen Strecken mit nicht mehr als zwei Fahrstreifen, sowie die A10 (Tauern Autobahn) auf der gesamten Länge.

* Ein Entfall der Lkw-Fahrverbote an bestimmten Freitagen ist für den Club inakzeptabel. Die erhebliche Mehrbelastung durch den Urlauberverkehr an den betroffenen Ferienwochenenden kann nicht ausgeglichen werden. Für die Freitage muss weiter die bewährte Ferienreiseverordnung mit noch anzupassenden Routensperren gelten.

Der ÖAMTC-Experte kritisiert auch den verzögerten Beginn der Fahrverbotszeit auf der A12 (Inntal Autobahn) und der A13 (Brenner Autobahn). Statt Samstag 8 Uhr soll in Zukunft 9 Uhr gelten: "Gerade in der Urlaubszeit muss man schon ab den frühen Morgenstunden mit einer erheblichen Verkehrsbelastung rechnen", sagt Hoffer.

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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