VP-Hernals fordert GEN-Code gegen Hunde-Kot

Genetischer Pfotenabdruck eröffnet neue Möglichkeiten gegen Wiener Hundstrümmerlplage - Kommissar DNA überführt Verursacher

Wien (OTS) - NEWS-Chefredakteur Alfred Worm hat es einmal
drastisch auf den Punkt gebracht: Wien ist mittlerweile eine der zugeschissensten Städte Europas. Sämtliche Appelle der vergangenen Jahrzehnte an die Vernunft und Verantwortung von Wiens Hundehaltern sind kläglich gescheitert. Dennoch verkündete SPÖ-Umweltstadträtin Sima erst vor Tagen den Start der vermutlich 348zigsten, nutzlosen Image-Kampagne. Der Erfolg dieser zigtausend Euro teuren SPÖ-Kampagne ist vorhersehbar: Null.

Rechtslage eindeutig

Die Straßenverkehrsordnung verbietet die Verunreinig von Gehsteigen, Gehwegen, Fußgängerzonen oder Wohnstraßen. Ergänzend verbietet die Reinhalteverordnung die Verunreinigung aller öffentlichen Flächen. Für Übertretungen sind Geldstrafen bis zu 225,- Euro vorgesehen. Für Parkanlagen gilt überhaupt absolutes Verunreinigungsverbot. Die Grünanlagenverordnung sieht hier Strafen bis zu 750 Euro vor. "Vollzogen wird in Wien aber nichts davon. Und so wuchert eben der Hundedreck. Machen wir uns nichts vor: Es ist wie mit Halteverboten im Straßenverkehr. Kaum jemand würde sie ohne Strafdurchsetzung befolgen", so der Hernalser VP-Chef Manfred Juraczka.

High-Tech gegen Hundedreck

Bislang war die Verfolgung allerdings schwierig. Die Urheberschaft der tierischen Tretminen war nur nachweisbar, wenn Hund und Halter auf frischer Tat ertappt wurden. Neue Möglichkeiten der stinkenden Plage Herr zu werden, bietet nun der genetische Fingerabdruck des Hundehaufens. Technisch ist diese Form der DNA-Analyse kein Problem mehr und wird bereits erfolgreich eingesetzt. Der WWF zum Beispiel identifiziert frei lebende Bären in Österreich schon jetzt anhand der aufgesammelten Bären-Losungen. Das ist natürlich auch beim Hundekot möglich. Der Vorteil: Über die Hundekot-Proben könnten die für den klebrigen Dreck verantwortlichen Hundehalter auch noch nachträglich identifiziert und damit zur Verantwortung gezogen werden.

Einmalige Hunde-Speichelprobe genügt

Weiterer Vorteil: Die einfache Durchführung. Jeder registrierungspflichtige Hundebesitzer muss seinen Hund einmal zu einem Speicheltest zu bringen. Die Stadt Wien verknüpft den genetischen Fingerabdruck des Vierbeiners mit den Registrierungsdaten des Besitzers. Und schon wären die Verursacher der stinkenden Häufchen auf Gehsteigen, Wiesen und Spielplätzen über Kommissar DNA problemlos feststellbar.

Effizient und kostenneutral

"Diese Methode bietet eine Vielzahl an unschlagbaren Vorteilen," ist ÖVP-Hernals Obmann Manfred Juraczka überzeugt. "Und durch die Möglichkeit der nachträglichen Zuordnung zum Verursacher genügt dann bereits eine relativ kleine Überwachungstruppe der Stadt für eine großflächige und effektive Kontrolle. Jeder, der dann den Dreck seines Hundes liegen lässt, muss damit rechnen, dass er auch erwischt wird." In Dresden, wo man ebenfalls bereits über eine derartige Lösung nachdenkt, bezifferte ein Labor die Kosten pro durchgeführten DNA-Test mit circa 75,- Euro. "Diese Kosten hätte natürlich der dadurch ermittelte Hundehalter zu tragen. Und darüber hinaus eine Verwaltungsstrafe nach den bereits derzeit geltenden Bestimmungen", stellt Mag. Juraczka die Kostenneutralität der Maßnahme klar. In Dresden, errechnete das dortige Labor, sollten sich die Anlaufkosten für die Datenbank bereits nach rund sieben Monaten amortisiert haben.

Hundedreck wird in Wien subventioniert

"Die Entfernung eines einzigen Hundehaufens kostet derzeit zwischen drei und fünf Euro. Ein Wiener Hundehalter zahlt aber nur circa 0,12 Euro Hundesteuer pro Tag. Das heißt, die Entfernung jedes liegen gelassenen Hundstrümmerls muss von den Wienerinnen und Wienern zur Zeit mit knapp drei bis fünf Euro quersubventioniert werden. "Ein unhaltbarer Zustand", so der Hernalser ÖVP-Chef Manfred Juraczka zur herrschenden Situation. "Ich fordere Bürgermeister Häupl auf, sich endlich um die tatsächlichen Probleme in Wien zu kümmern. Kümmern Sie sich um den Hundedreck, Herr Bürgermeister! Sonst liegen Ihnen nicht die Wiener Wähler zu Füßen, sondern nur stinkende Hundstrümmerl."

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