Niederwieser zu MTD-Ausbildung an Fachhochschulen: Höchste Zeit für Realisierung, aber gegen Wildwuchs an Regeln!

Rauch-Kallat hat da nichts verloren

Wien (SK) Als "Systemwidrigen Einfluss auf den Fachhochschulsektor" bezeichnet SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser den Entwurf zum MTD-Gesetz, mit dem diese Ausbildung von den Akademien zu neuen Fachhochschulstudiengängen verlagert werden soll. "In der Sache selbst bin ich sehr dafür, dass diese Ausbildung endlich auch formal den Status einer Hochschule bekommt. Viel zu lange haben die Absolventen/innen der Medizinisch Technischen Akademien darauf warten müssen, dass auch in Österreich dieser Schritt zur europäischen Normalität vollzogen wird! Das System der Anerkennung der Ausbildungsqualität durch den Fachhochschulrat darf aber nicht verwässert werden", kommentierte Niederwieser die Regierungsvorlage, die demnächst im Nationalrat behandelt werden wird. ****

Was dem SPÖ-Bildungssprecher besonders missfällt ist die Tatsache, dass die Inhalte und Anforderungen der Ausbildung durch das Gesundheitsministerium vorgeschrieben werden sollen und dass dem Fachhochschulrat zwei Aufpasser/innen von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat beigegeben werden sollen: "Dasselbe hätte ja auch in der Vergangenheit für die gesamten Wirtschafts- und Rechtberufe oder für den Bereich der Technik gelten müssen. Es war aber gerade ein wesentliches Merkmal der Fachhochschulentwicklung, den Weg aus der staatlichen Gängelung gefunden zu haben, und der Erfolg hat uns auf diesem Weg bestätigt. Wenn jetzt über das Gesundheitswesen wieder die alte Bürokratie zurückkehrt, dann kann ich nur sagen: Gute Nacht Fachhochschulen", so Niederwieser.

Niederwieser fordert daher von der Bildungsministerin, diese Einmischung nicht zu akzeptieren: "Auch wenn das Gesetz offenbar mit Zustimmung Gehrers die Regierung passiert hat, sollten wir jedenfalls im Parlament die Notbremse ziehen und da erwarte ich mir schon noch Unterstützung von Ministerin Gehrer und vom Fachhochschulrat!" (Schluss)ns/ws

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