Arbeitnehmerförderung: AK Protest gegen Kürzungspläne

Kärnten (OTS) - Alle in der AK-Vollversammlung vertretenen Fraktionen haben heute vehement gegen eine mögliche Kürzung der Mittel für die Arbeitnehmerförderung (ANF) protestiert. In einem gemeinsamen Antrag wird die Landesregierung aufgefordert, die Förderungen nicht anzutasten und die Geldmittel deutlich aufzustocken.

Die Kärntner Arbeitnehmer erhalten pro Jahr rund 10,4 Millionen Euro über die Arbeitnehmerförderung. Die Fördermittel werden vom Land Kärnten zur Verfügung gestellt und von der Arbeiterkammer administriert und ausbezahlt - davon rund 7,7 Millionen Euro in Form direkter Förderungen an die Beschäftigten. Dazu kommen indirekte Förderungen in der Höhe von 2,7 Millionen Euro für Lehrwerkstätten, Lehrlingsverbund und Weiterbildungseinrichtungen. Diese Auszahlungen bedeuten eine wichtige finanzielle Entlastung für Berufspendler, Häuslbauer, Lehrlinge oder Arbeitnehmer, die sich weiterbilden.

Neben dem Fahrtkostenzuschuss ist der Wohnbauzuschuss eine unverzichtbare Hilfestellung für Häuslbauer, Wohnungsbesitzer und Arbeitnehmer, die Sanierungen durchführen. "Aus diesem Grund darf es gerade beim Wohnbauzuschuss zu keiner Verschlechterung kommen", heißt es in dem gemeinsamen Antrag der AK-Vollversammlung.

Bei der Arbeitnehmerförderung dürfe es angesichts der steigenden Belastungen zu keiner Verschlechterung kommen, verlangt die AK. Für Einsparungen sei überhaupt kein Verständnis vorhanden.

ÖGB-Vorsitzender Adam Unterrieder bezeichnete eine mögliche Kürzung der Fördermittel als "Kampfansage an AK und ÖGB und die Arbeitnehmer". Soziallandesrätin Gaby Schaunig gab sich zuversichtlich, dass im Kärntner Landtag eine Mehrheit gegen eine Kürzung der Arbeitnehmerförderung gesichert sei.

ÖAAB-Fraktionsvorsitzende Annemarie Adlassnig bezeichnete den gemeinsamen Protest gegen die ANF-Kürzung als Erfolg, denn die Förderungen kämen vor allem den Kleinverdienern zugute. Präsident Günther Goach appellierte an das Land, von einer Kürzung der Fördermittel Abstand zu nehmen.

Bei den Direktförderungen hat die Arbeiterkammer 2004 rund 42.600 Anträge bearbeitet. Der Großteil entfiel mit 34.885 erledigten Ansuchen auf den Fahrtkostenzuschuss. Seit Einführung der Arbeitnehmerförderung im Jahr 1985 wurden insgesamt 145 Millionen Euro an die Kärntner Arbeitnehmer ausbezahlt.

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