AKNÖ-Festsitzung: Staudinger und Pröll für "Niederösterreichischen Weg"

123. Vollversammlung im Zeichen "60 Jahre Arbeiterkammern - 50 Jahre Staatsvertrag"

Wien (AKNÖ) - Ganz im Zeichen des Gedenkjahres "50 Jahre Staatsvertrag - 60 Jahre demokratisches Österreich - 60 Jahre Arbeiterkammern" stand die heutige Festsitzung der AKNÖ-Vollversammlung. Präsident Josef Staudinger bezeichnete die Unterzeichnung des Staatsvertrages als "Sternstunde, die Österreich zu einem freien Land werden ließ".
Landeshauptmann Erwin Pröll zollte der Niederösterreichischen Arbeiterkammer "Respekt in den Nachkriegsjahren, Respekt in der Aufbauära und in der europäischen Ära".

"Gemeinsam wurden in den vergangenen 60 Jahren revolutionäre Errungenschaften für die ArbeitnehmerInnen umgesetzt, wie zum Beispiel im Jahr 1955 das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG)", so Präsident Staudinger, der dieses Gesetz als "die Krone der österreichischen Sozialpolitik" bezeichnete.
Niederösterreich war durch Kriegsschäden besonders hart getroffen und die niederösterreichischen Arbeitnehmer hatten die Hauptlast der Reparationszahlungen - zum Beispiel die Öllieferungen an die Sowjetunion zu erwirtschaften. Gleichzeitig flossen Mittel aus dem Marshallplan zur Modernisierung der Industrie in die westlichen Bundesländer, die niederösterreichische Industrie fiel zwischen 1945 und 1955 zurück. "In Zukunft wird unser sozialpartnerschaftliches Know-how noch mehr gefragt sein, wenn es darum geht, Konjunkturabschwächungen zu überstehen und den Standort Niederösterreich zu stärken."
Landeshauptmann Erwin Pröll sagte als Gastredner bei der 123. AKNÖ-Vollversammlung: "Was in Niederösterreich erreicht werden konnte, ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit." Auch der Landeshauptmann hob die Vorteile der Sozialpartnerschaft vor den Arbeitnehmervertretern hervor: "Aus unterschiedlichen Positionen heraus den gemeinsamen, den niederösterreichischen Weg gehen, so schaffte es Niederösterreich aus der Vergangenheit einer grausamen Diktatur zur Gegenwart eines blühenden Gemeinwesens zu kommen." Zu den Arbeitnehmervertretern gewandt sagte Pröll: "Nichts ist uns in die Hände gefallen, alles ist hart erarbeitet worden."

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