Heinisch-Hosek zu Frauenhandel: Rauch-Kallat ist aufgefordert, ihre Pläne gegen Frauenhandel bekannt zu geben

Datenmaterial wenig aussagekräftig

Wien (SK) SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek betonte am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, dass man aufgrund von Veröffentlichungen von Datenmaterial des Bundeskriminalamtes "keinesfalls den Fehler machen darf, zu glauben, man hätte das Problem Frauenhandel im Griff. Das Gegenteil ist der Fall!" Auch wenn betont werde, dass erstmals mehr Täter ausgeforscht wurden, als Opfer bekannt sind, so sei doch klar, dass die tatsächlichen Zahlen der Opfer und Täter aufgrund der Dunkelziffern weit höher anzusetzen wären. In Richtung Frauenministerin meinte Heinisch-Hosek: Da Rauch-Kallat angekündigt hatte, sich im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft des Problems Frauenhandel besonders anzunehmen, forderte ich die Frauenministerin auf, ihre diesbezüglichen Pläne schon jetzt auf den Tisch zu legen." ****

"Es ist keine Frage, dass es sich beim Frauen- und Menschenhandel um ein massives Problem modernen Sklaventums handelt, das mitten in Europa, mitten in Österreich existiert. Wegsehen und sinnvolle Maßnahmen auf den publicityträchtigen Zeitraum der EU-Präsidentschaft zu verschieben, wäre verantwortungslos", sagte Heinisch-Hosek. Dringenden Handlungsbedarf ortet die SPÖ-Frauensprecherin beim Zeugenschutz. "Es macht keinen Sinn, gegen Frauenhandel vorgehen zu wollen, wenn man keine Zeuginnen findet, da diese Angst haben müssen, mit einem Aufenthaltsverbot belegt oder abgeschoben zu werden." Dem Opferschutz, so Heinisch-Hosek, müsse man jedenfalls allergrößte Aufmerksamkeit widmen und den fremdenpolizeilichen Bereich im Hinblick auf kontraproduktive Bestimmungen durchforsten. (Schluss) up

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