123. AKNÖ-Vollversammlung: Schlechte Lage am Arbeitsmarkt erfordert noch mehr Service

Präsentation der Leistungen der AKNÖ

Wien (AKNÖ) - Neben den arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Forderungen stand in der 123. Vollversammlung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer der Leistungsbericht 2004 im Mittelpunkt, der von AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth präsentiert wurde.

"Die AKNÖ hat das Ziel, ihr Service optimal an die Bedürfnisse der Mitglieder anzupassen. Diese sind nicht zuletzt von den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes abhängig", eröffnete AKNÖ-Direktor Guth seinen Bericht. Hier sieht der Befund für 2004 in Niederösterreich schlecht aus: Fehlende Einkommen, kein Zuwachs bei den Netto-Einkommen, überdurchschnittlich steigende Arbeitslosenzahlen vor allem in den Branchen Handel, Dienstleistungen, Gesundheits- und Fürsorgewesen und Tourismus. "Auf Grund dieser negativen Entwicklung wenden sich immer mehr ArbeitnehmerInnen Hilfe suchend an die AKNÖ-ExpertInnen. So konnten 2004 in Insolvenzverfahren 33 Millionen Euro gesichert und in knapp 4.000 Klagen im Bereich Arbeits- und Sozialrecht 14 Millionen Euro für die nö. ArbeitnehmerInnen erkämpft werden", erklärte AKNÖ-Direktor Guth.

Dauerbrenner Konsumentenschutz

Auch im Bereich der Konsumentenberatung kam es zu einer Zunahme der Problemfälle. Vor allem bei Finanzdienstleistungen und Gewinnspielen kamen die ExpertInnen zum Einsatz. Dauerschwerpunkt blieb auch 2004 die Berechnung der Kreditzinsen: Insgesamt konnte seit Beginn der Aktion die Rückzahlung von mehr als 9 Millionen Euro an die Verbraucher erreicht werden.

Steuerrückholaktion: 2,3 Millionen Euro vom Finanzamt

Eine der erfolgreichsten Serviceleistungen der AKNÖ war die niederösterreichweite Steuerrückholaktion, in deren Rahmen 2,3 Millionen Euro an Steuergutschrift für die Mitglieder erreicht werden konnte. Das Angebot, die Arbeitnehmerveranlagung mit Hilfe der AKNÖ-SteuerexpertInnen durchzuführen, wurde von tausenden Menschen in Anspruch genommen.

Neue Bildungsförderung: 2 Millionen pro Jahr

Eine Studie, welche die AKNÖ-Bildungs- und Wirtschaftsexperten 2004 zur Bildungsförderung in Niederösterreich erstellt haben, bildete die Grundlage für die Entwicklung des heuer vorgestellten Bildungsförderungssystem des Landes Niederösterreich. Statt wie bisher 300.000 Euro pro Jahr investiert das Land nun mehr als zwei Millionen in die Fortbildung seiner BewohnerInnen. Ein weiterer großer Erfolg im Bildungsbereich: Ein OGH-Urteil bestätigt, dass berufstätige Studierende ihre Studiengebühren steuerlich geltend machen können.

AK plus: Neue Investitionen für Mitglieder

"Wir haben das Ziel, im Rahmen von AK plus in Niederösterreich zusätzlich 11 Millionen Euro für unsere Mitglieder bereit zu stellen, mehr als erfüllt. Zwischen 2001 und 2004 konnten wir 17 Millionen für neue Zukunftsleistungen bereit stellen", zeigt sich Guth stolz. Die 17 Millionen Euro wurden vor allem im Bereich der Aus- und Weiterbildung verwendet wurden, etwa zur Arbeitsplatz-Höherqualifzierung, für den 100-Euro-Bildungsbonus und die Aktion Arbeitsplatz Niederösterreich sowie für die AKNÖ-Werkmeisterschulen. Aber auch in die Gesundheitsvorsorge wurden 2 Millionen Euro investiert. Für mehr Transparenz und Schutz der KonsumentInnen in der erweiterten EU wurden ein Web-online- Berater, Rechtsbeistand und Kooperationen mit dem Land NÖ - "Konsumentenschutz für Alle"- und der NÖN ("Ombudsmann") eingerichtet. Das neue Internet-Portal, das 2004 einen erfolgreichen Start hingelegt hat, ist als Zukunftsmedium die neue Servicestelle schlechthin.

Information der Öffentlichkeit

Überdies hat die AKNÖ 2004 Umweltanalysen erstellt, sowie Preisbeobachtungen und Pendlerberatungen durchgeführt. Angesichts der 2004 erfolgten EU-Osterweiterung ist die laufende Beobachtung der Entwicklung der heimischen Wirtschaft durch die AKNÖ-WirtschaftsexpertInnen besonders wichtig. Einen wichtigen Schwerpunkt stellte 2004 auch die Analyse- und Informationstätigkeit der AKNÖ zu den tatsächlichen Auswirkungen der Pensionsreform und der Pensionsharmonisierungs-Modelle sowie jenen des Kinderbetreuungsgeldes dar. Information und Aufklärung wurden auch bei der betrieblichen Gesundheitsförderung und dem Arbeitnehmerschutz groß geschrieben.

Erfolg ist messbar

Das Resümee des Leistungsberichtes kann sich sehen lassen. "Die direkt erstrittenen Ansprüche, Förderungen und Beratungsleistungen bringen den Mitgliedern mehr als das Dreifache der jährlich aufgebrachten Umlage", so Guth. Die moderne Organisation der AKNÖ sowie die MitarbeiterInnenakademie erwiesen sich 2004 als wichtige Instrumente, den Ansprüchen der Mitglieder gerecht zu werden. Ein Ziel, das auch oberstes Gebot für das Serviceangebot der nächsten Jahre sein wird.

Rechnungsabschluss

Der Rechnungsabschluss der AKNÖ - ebenfalls von Direktor Guth vorgelegt - wurde mit überwältigender Mehrheit von der Vollversammlung angenommen. Insgesamt hat die AKNÖ Einnahmen und Ausgaben von 46,3 Millionen Euro in ihrem Rechnungsabschluss ausgewiesen. Der größte Anteil der Ausgaben - rund die Hälfte - kam dem Bereich Arbeits- und Sozialrecht zugute, gefolgt von Konsumenten-und Umweltschutz und Wirtschaftspolitik sowie Bildung und Kultur. Mehr Informationen dazu finden Sie auf http://noe.arbeiterkammer.at.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1245
presse@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0002