Hackl: Position der Frauen am Arbeitsmarkt stärken

Wien, 20. Mai 2005 (ÖVP-PD) Die Generalsekretärin der ÖVP-Frauen, Dagmar Hackl, begrüßte heute, Freitag, die vorgeschlagenen Maßnahmen der gestern an Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel überreichten wirtschaftspolitischen Agenda der ÖVP. Einige der darin enthaltenen Schwerpunkte könnten zur Verbesserung der Situation von Frauen am Arbeitsmarkt beitragen, sagte Hackl, wie z.B. die angeregte Qualifikationsoffensive. ****

Diese solle sich u.a. auch dem Nachholen des Hauptschulabschlusses widmen. Wie aus der Arbeitslosenstatistik ersichtlich, seien gerade aus diesem Bereich viele arbeitslose Frauen betroffen. Ein Hauptschulabschluss bilde nicht nur die Grundsäule für eine Berufsausbildung, sondern sei eine wesentliche Voraussetzung für den Eintritt in den Arbeitsmarkt überhaupt, ist Hackl überzeugt.

Im Einklang mit den Generalsekretären des Wirtschaftsbundes und des ÖAAB begrüßen die ÖVP-Frauen, dass in der

wirtschaftspolitischen Agenda der ÖVP insbesondere Vorschläge für die Optimierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erarbeitet wurden. Vieles sei in diesem Bereich von der Bundesregierung unter Wolfgang Schüssel schon umgesetzt worden, wie etwa das Kinderbetreuungsgeld, das Recht auf Elternteilzeit oder die Verbesserungen für Frauen im Zuge der Pensionsharmonisierung.

Zur Diskussion kommen sollten aber auch die Weiterentwicklung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld, die steuerliche

Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten für die Eltern sowie das Schaffen von steuerlichen Anreizen zur Errichtung betrieblicher Kinderbetreuungsmöglichkeiten (auch bei Zusammenschluss von kleineren Unternehmen!).

Als besonders diskussionswürdig sehen die ÖVP-Frauen den Vorschlag in der Agenda, ein steuerfreies Existenzminimum für Familien zu schaffen. Statt der Individualbesteuerung sollte es demnach eine Option auf Familienbesteuerung geben, die die
Schaffung eines steuerfreien Existenzminimums pro Familienmitglied vorsieht - auch wenn nur ein/e Alleinverdiener/in für das gesamte Familieneinkommen aufkommt. "Die Teilung des Bruttoeinkommens der Alleinverdienerin oder des Alleinverdieners auf zwei Personen könnte die Steuerlast für die Familie erheblich verringern. Zusätzlich würde dies die Wahlfreiheit für Frauen während der Kinderbetreuungszeit unterstützen", so Hackl.

Die Generalsekretärin der ÖVP-Frauen werde sich dafür einsetzen, dass an diesen Punkten weitergearbeitet wird und möglichst viele der vorgeschlagenen Maßnahmen, die die Frauen betreffen, auch tatsächlich umgesetzt werden.

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