Weinzinger: Frauenhandel muss von Regierungspolitik verstärkt ins Visier genommen werden

Verstärkter Opferschutz und Forderungen vor allem im fremdenpolizeilichen Bereich

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit den alarmierenden Fakten beim Frauenhandel plädiert die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, für praktisch umsetzbare Politik, die seitens der Bundesregierung auch voran getrieben werden müsste. "Der Frauenhandel muss verstärkt von der Regierungspolitik ins Visier genommen werden. Was im Rahmen der Politik möglich ist, muss angegangen werden. Neben einem verstärktem Opferschutz, sind vor allem Verbesserungen für Zeuginnen notwendig als auch Neuerungen im fremdenpolizeilichen Bereich für betroffene Frauen", erklärt Weinzinger.

Beispielhaft fordert Weinzinger, dass Opfer von Frauenhandel, nicht mit der sofortigen Ausweisung, Abschiebung oder mit einem Aufenthaltsverbot in die Enge getrieben werden dürften. Die Inanspruchnahme einer Krankenversicherung, Hilfe durch DolmetscherInnen und PsychologInnen und Sicherheitsvorkehrungen bei einer allfälligen Rückkehr in das Herkunftsland stehen für die Grünen ebenfalls im Vordergrund. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und Interventionsstellen oder Frauen-NGOs könnten bei Verdacht auf Frauenhandel erhebliche Verbesserungen bringen, sowohl für die betroffene Frauen als auch für die Exekutive.

"Die Politik allein wird dieses Riesenproblem nicht lösen können, aber die Politik kann wesentliche Rahmenbedingen verändern und Verbesserungen in Angriff nehmen", schließt Weinzinger, die sich mit ihren Forderungen insbesondere an Justizministerin Miklautsch, Innenministerin Prokop und Frauenministerin Rauch-Kallat richtet.

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