SJÖ: Arbeitszeitverkürzung statt Flexibilisierung!

Sozialistische Jugend fordert Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich statt Kostensenkungstricks

Wien (SK) Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), hält die Forderungen nach Flexibilisierung der Arbeitszeit von Claus Raidl, Wirtschaftsberater des Bundeskanzlers, für mehr als entbehrlich. Dvorak fordert im Gegenzug eine generelle Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, um vorhandene Arbeit fair zu verteilen. "Die Behauptung, dass die Menschen in diesem Land ihre Existenzgrundlage nur durch Aufgabe ihrer Arbeitsrechte sichern können, ist absurd. Das einzige, was damit gefördert wird ist die Ausbeutung der lohnabhängigen Menschen zugunsten der steigenden Profite der Unternehmen", so Dvorak am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Dvorak kann sich die Vier-Tage-Woche im Rahmen einer Arbeitszeitverkürzung vorstellen, nicht aber als eine Maßnahme zur Lohnkostensenkung - in diesem Fall, um den Unternehmen die Auszahlung von Überstunden zu ersparen. "Die Ergebnisse der jüngsten WIFO-Studie zeigen, dass trotz Wirtschaftswachstums die Zahl der Arbeitsplätze nicht unbedingt automatisch steigen muss. Hier setzt die Verantwortung der Politik ein. Steuer- und Arbeitszeitgeschenke, wie sie der Arbeitslosenkanzler Schüssel gern an die Unternehmen verteilt, haben in den letzten fünf Jahren keine Besserung auf dem Arbeitsmarkt gebracht", schließt Dvorak und bekräftigt die Forderung der SJÖ nach Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. (Schluss) wf/mm

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