Hochsteuerland Österreich: Junge Wirtschaft will "weg vom Verwaltungsstaat"

Lehner: Steuersenkungen durch Richtungswechsel von Staat zu Privat

Wien (PWK366) - Einen "massiven Richtungswechsel von Staat zu privat" fordert der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Österreich, Peter Lehner, als Initiative gegen die aktuell wieder bestätigten Rang als absolutes Hochsteuerland. Laut einer vom US-Magazin "Forbes" erstellten Liste zählt Österreich zu den Ländern mit der weltweit höchsten Belastung an Steuern und Abgaben und rangiert weltweit auf Rang 6. Lehners Kommentar zur unrühmlichen Top-Position Österreichs im "Tax Misery Index 2005": "Es macht keinen Sinn die hohen Steuern zu beklagen, es geht darum zu handeln und Mittel freizumachen für Steuersenkungen".

"Selbst wenn die aktuelle Steuerreform in die Studie noch nicht eingearbeitet ist, leistet sich Österreich immer noch ein zu teuren Verwaltungsstaat", betont Lehner. Der Staat solle sich um seine Kernaufgaben kümmern - Infrastruktur, Bildung und Forschung, Gesundheit und soziale Sicherheit. "Da gibt es genug zu tun. Warum muss der Staat Unternehmer sein und damit Konkurrent der Steuerzahler, die Unternehmer sind", so Lehner.

Die Junge Wirtschaft hat daher drei Lösungsansätze erstellt, die ein wichtiger Schritt sind um Österreich vom Verwaltungsstaat zum Unternehmerland zu machen:
- Eine Checkliste für den Staat. Die muss klarstellen, was öffentliches Interesse ist. Und was besser von Privaten erledigt werden kann.
- Weniger wirtschaftliche Eigenleistungen der öffentlichen Hand, am besten ganz abschaffen (z.B.: Bauhöfe).
- Rückzug des Staates aus allen Unternehmen - auf Bundes- wie auf Landes- und Gemeindeebene.

Dass eine Gründeroffensive ein Ansatz zu mehr Wirtschaftswachstum ist, haben viele Studien schon bewiesen. Nun gilt es diese Offensive zu beginnen, für den Wachstumsmotor "junge Unternehmen". Es brauche ein Bündel an Maßnahmen, vor allem um die neuen Unternehmen mit mehr Kapital auszustatten. Lehner abschließend: "Vater Staat soll nicht mehr Vater sein, sondern einfach nur Staat. Der das tut, was er wirklich zu tun hat und das Wirtschaften der Wirtschaft überlässt" so Lehner abschließend. (Ne)

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