ÖAMTC: Nachteile von Licht am Tag minimieren - EU-weit Tagfahrlicht einführen

Unbürokratische Nachrüstung mit Tagfahrlicht ermöglichen und Abmahnung vor Strafen stellen

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Licht an" auch am Tag soll es schon ab 1. Oktober auf Österreichs Straßen heißen. Wie eine Umfrage des ÖAMTC kürzlich zeigte, fährt nach anfänglicher Ablehnung bereits mehr als die Hälfte der Autofahrer tagsüber mit Licht, 71 Prozent sind für eine generelle Lichtpflicht. Aber auch die Argumente der Gegner sind verständlich. So machen z.B. Blendungsgefahr (37 Prozent) und technische Probleme wie höherer Lampenverbrauch (26 Prozent) vielen Österreichern Sorge. "Licht am Tag erhöht erwiesenermaßen die Sicherheit. Die Verwendungspflicht von Abblendlicht wird aber nicht der Weisheit letzter Schluss sein", erwartet ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Die beste Lösung liegt für den Club im technischen Bereich:
"Der ÖAMTC fordert daher, dass spätestens 2007 EU-weit jedes neu zugelassene Fahrzeug serienmäßig mit Tagfahrleuchten ausgestattet sein muss."

Das Tagfahrlicht blendet nicht, leuchtet viermal so stark wie Begrenzungslicht und verbraucht nur rund ein Viertel der Energie vom Abblendlicht. Derzeit gibt es erst sehr vereinzelt Fahrzeugmodelle, die serienmäßig mit Tagfahrleuchten ausgestattet werden. "Die Autoindustrie sollte sich auf diesem Sektor mehr anstrengen. Und auch die Nachrüstung älterer Fahrzeuge muss kostengünstig und unbürokratisch möglich sein", verlangt Hoffer. Angebote für die einfache Nachrüstung und Nachrüstsätze gibt es bereits am Markt.

"Außerdem wird wesentlich zur Akzeptanz beitragen, wie sich die Exekutive in der Einführungsphase gegenüber 'Lichtsündern' verhält", sagt Hoffer. Lichtverstöße bei ungünstigen Sichtverhältnissen sollen mit Geldstrafen geahndet werden. "Bei idealen Sichtverhältnissen muss aber anstelle einer Strafe abgemahnt werden", verlangt der ÖAMTC-Jurist ein maßvolles Vorgehen. "Da es durch die häufigere Lichtverwendung bereits jetzt verstärkt zu Lichtdefekten kommt, muss die Exekutive bei 'Einäugigen' vor allem die Mängelbehebung als Ziel der Lichtkontrollen sehen," betont Hoffer.

Lichtpflicht-Skeptikern verspricht der ÖAMTC jedenfalls, möglichen negativen Konsequenzen wie Blendung z.B. durch Licht-Einstellaktionen entgegen zu wirken. Darüber hinaus erwartet der Club, dass vom Verkehrsminister geprüft wird, ob Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für Einspurige und Fußgänger erforderlich sind.

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