Swoboda: "Das Roma-Problem ist ein europäisches Problem, auf das wir eine europäische Antwort finden müssen"

Wien (SK) Im Rahmen einer Diskussion zum Thema "Roma-Politik
in der EU" am Donnerstag Abend diskutierten Hannes Swoboda, Vizepräsident der SPE-Fraktion, Petre Moldovan, rumänischer Botschaftsrat, Rudolf Sarközi, Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma, Zuzana Brechja, Dokumentarfilmerin, und die Roma-Assistentin Iovanka Gaspar unter der Moderation von Eva Linsinger, ("Der Standard") über mögliche Verbesserungen betreffend der Lage der Roma innerhalb der EU. "Es gilt Schritte zu unternehmen, um die Situation der Roma zu verbessern, nicht nur in den neuen Mitgliedstaaten, sondern auch in vielen alten Mitgliedstaaten", betonte Swoboda. "Das Roma-Problem ist nicht nur ein nationales Problem, sondern auch ein europäisches Problem, auf das wir eine europäische Antwort finden müssen", so Swoboda.****

"Ich habe bereits vor einiger Zeit vorgeschlagen, einen eigenen Kommissar zu schaffen, der für die Fragen der Minderheiten in Europa zuständig ist", so Swoboda und verwies damit auf die Notwendigkeit einer "Konzentration der Kompetenz", vor allem in Fragen von Subventionen von europaweiten Projekten zur Integration von Minderheiten. Dies sei nicht nur auf osteuropäische Länder beschränkt, sondern auch in vielen west- und mitteleuropäischen Ländern von zentraler Bedeutung, da es auch in den alten Mitgliedstaaten Probleme der Integration von Minderheiten zu lösen gebe. Im Zuge dessen wäre laut Swoboda "eine enge Kooperation mit den Vertretern der Minderheitengruppen wünschenswert".

"Es gilt des Teufelskreis, in dem sich vor allem viele Roma befinden, zu durchbrechen, der darin besteht, dass viele schlecht ausgebildet sind, zum Teil in segregierte Schulen abgedrängt werden, dadurch schlechtere Berufschancen haben und dementsprechend weniger Einkommen haben", betonte Swoboda.

Sarközi kritisierte die gesellschaftliche Situation in vielen europäischen Ländern und in Zusammenhang damit die soziale Randlage vieler Roma, die es zu bekämpfen gilt.

"Es ist nötig, minderheitenfreundliche und integrationsorientierte Politik zu machen", unterstrich Moldovan und verwies auf die bereits erfolgreich durchgeführten Projekte in Rumänien. "Von diesen Projekten und den Fortschritten in der Integrationspolitik, konnte ich mich bei einem Aufenthalt in Rumänien im März bereits selbst überzeugen", betonte Swoboda abschließend. (Schluss) aa

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