Niederwieser: Schulfenster auf - frischer Wind herein

Maßnahmen für Qualitätsschub an Österreichs Schulen

Wien (SK) "Für den notwendigen Qualitätsschub an Österreichs Schulen brauchen wir eine Reihe von Maßnahmen - von der Verbesserung der Lehreraus- und weiterbildung, über Qualitätssicherungsmaßnahmen an den Schulen, den Ausbau von Ganztagsschulen bis zur Implementierung von Bildungsstandards", erklärte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Volle Unterstützung kommt vom SPÖ-Bildungssprecher für die gestrige Veranstaltung der AK zum Thema "Lernkulturen im Vergleich": "Der Blick über den eigenen Tellerrand zeigt uns, was an Schulen alles möglich ist und zu Erfolgen führt. Wir müssen endlich auch in Österreich die Schulfenster aufmachen und frischen Wind hereinlassen." ****

Niederwieser betonte, dass für den notwendigen Qualitätsschub eine Reihe von Maßnahmen an Österreichs Schulen notwendig sei. So müsse es dringend zu einer Modernisierung der Lehreraus- und weiterbildung kommen. "Wir müssen neue Wege in der Didaktik beschreiten, denn das Eingehen auf jedes einzelne Kind erfordert eine Vielfalt an didaktischen Methoden. Dazu gehören auch bewährte pädagogische Konzepte aus dem Bereich der Alternativschulen wie beispielsweise die Montessori-Pädagogik", so der SPÖ-Bildungssprecher, der darauf hinwies, dass derzeit zu wenige Ansätze in diese Richtung erkennbar seien und diese daher in der Lehrerausbildung ein wichtiger Schwerpunkt werden müsse.

Weiters gehe es um die Qualitätssicherung an den Schulen. "Die Eltern müssen die Garantie erhalten, dass - egal in welcher Klasse oder an welcher Schule sich das Kind befindet - die Schulqualität stimmt." Zu diesem Zweck müsse erstens die Qualität in den Klassen überprüft werden, zweitens müsse es Schulberichte geben und drittens brauche man einen nationalen Qualitätsbericht. Außerdem müsse die Arbeit an den Bildungsstandards zügiger vorangetrieben werden, um diese noch im nächsten Jahr implementieren zu können.

Das Um und Auf für eine gute Schule sei ausreichend Zeit. Darum müssten die Ganztagsschulen, die die nötige Zeit für einen abwechslungsreichen Unterricht bieten, ausgebaut werden. "Ich blicke immer wieder mit einer gewissen Bewunderung nach Deutschland, denn dort wurde als Konsequenz aus PISA I ein 4-Milliarden-Euro-Programm zum Ausbau der Ganztagsschulen aus dem Boden gestampft", so Niederwieser, der es bedauert, dass die österreichische Regierung auch nach PISA II nicht bereit ist, auch nur einen Bruchteil davon in die Zukunft der Kinder zu investieren.

"Es ist ein ganzes Bündel an Verbesserungen für den Qualitätsschub an unseren Schulen notwendig. Insgesamt ist das Schulklima entscheidend, ob etwas weitergeht oder nicht", so der SPÖ-Bildungssprecher abschließend. (Schluss) cs

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