Krainer: PR-Gag auf Kosten der KonsumentInnen

Pröll vergisst auf eigene Charta für Gentechnikfreiheit

Wien (SK) Rund um die peinliche Auseinandersetzung wegen der Stornierung der Werbeeinschaltungen für Bio-Produkte erinnert SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer Landwirtschaftsminister Pröll an seine eigene PR-Kampagne.
"Offensichtlich handelt es sich bei der Charta für Gentechnikfreiheit um einen weiteren PR-Gag des Ministers. Denn warum sonst wirbt er noch im Dezember für mehr Information für KonsumentInnen, wenn er im Mai Informationen über Gentechnikfreiheit absetzen lässt", kommentiert Krainer die "peinliche Angelegenheit". ****

Das Aktionsprogramm für biologische Landwirtschaft aus dem Jahr 2003 dürfte demnach auch keine Geltung mehr haben, denn darin spricht der Minister vom "Recht der Konsumenten auf Sicherheit, Information und Kennzeichnung der Bioprodukte" (aus Aktionsprogramm Biologische Landwirtschaft vom 26. Mai 2003), stellte der SPÖ-Umweltsprecher am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Noch deutlicher werde PR-Pröll bei seiner "Charta für Gentechnikfreiheit" vom 28.12.2004:
"Es ist ein Informationsschwerpunkt für KonsumentInnen zu setzen, damit sie bei der Auswahl ihrer Lebensmittel ihre Verantwortung für die Produktion gentechnikfreier Lebensmittel wahrnehmen können. Die Transparenz für die KonsumentInnen muss immer gewährleistet werden". "Pröll kann sich über die Forderungen der Opposition hinwegsetzen, aber er muss sich gefallen lassen, an den eigenen Vorgaben gemessen zu werden - das Ergebnis ist vernichtend", kritisiert Krainer abschließend. (Schluss) ps

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