Greenpeace präsentiert Top-20 der sinnlosen Produkte

Klimawahnsinn pur: Sieben Kilo CO2 für ein Kilo Trauben aus Südafrika

Wien. (OTS) - Die Greenpeace-Marktaktivisten haben in den vergangenen Wochen Österreichs Supermärkte auf Produkte untersucht, die eine unnötig weite Reise hinter sich haben, bevor sie im Regal landen, und dabei zur Klimazerstörung beitragen. Fast in allen Supermärkten wurden Waren gefunden, die Zehntausende Kilometer gereist sind, obwohl sie genauso in Österreich erzeugt werden können. "Wenn Äpfel, Pflaumen oder Tomaten rund um den Erdball transportiert werden, obwohl sie auch in Österreich wachsen, ist das ein Beitrag zur Zerstörung des Weltklimas aus reiner Profitgier", warnt Greenpeace-Klimaexperte Jurrien Westerhof. Greenpeace ruft die Konsumenten auf, solche Produkte nicht zu kaufen und stattdessen die heimische Landwirtschaft zu unterstützen. "Wenn Kostenwahrheit hinsichtlich der CO2-Bilanz herrschen würde, dann wären die Produkte wesentlich teurer als Waren aus der heimischen Landwirtschaft", so Westerhof. Greenpeace fordert eine bessere Herkunftskennzeichnung der Produkte.
Rekordhalter waren Äpfel aus Neuseeland, die 20.000 Kilometer um die Welt gereist sind, bevor sie in Innsbruck im Supermarkt landeten. Aber auch Butter aus Irland, Tomaten aus Kanada, Pflaumen aus Chile und sogar Bio-Birnen aus Argentinien wurden in Österreichs Supermärkten gefunden. "Auch bei Bio-Produkten sollten die Konsumenten auf die Herkunft von Obst und Gemüse schauen, denn Produkte, die unser Klima durch die weltweiten Transportwege schädigen, können niemals wirklich Bio sein", klärt Westerhof auf. Die Rechnung von Greenpeace hat ergeben, dass für ein Kilogramm Trauben, das aus Südafrika importiert wird, sieben Kilogramm CO2 durch die Transportwege produziert werden.
"Die Greenpeace-Marktaktivisten haben ausnahmslos Produkte untersucht, die genauso in Österreich hergestellt werden können. Handelsgiganten und Supermarktketten kaufen Billigstprodukte aus Übersee, die per Flugzeug oder Schiff nach Österreich transportiert werden müssen. Gleichzeitig leiden die heimischen Landwirte unter einem ständigen Preisverfall und immer mehr müssen sogar die Produktion einstellen", so Westerhof. "Wir rufen die Konsumenten auf, heimische Produkte zu verlangen und beim Einkauf auf Waren aus Übersee zu verzichten!"
Greenpeace unterstützt die Forderung der heimischen Landwirtschaft nach einer besseren Herkunftskennzeichnung der Lebensmittel. "Viele Menschen wissen gar nicht, dass ihre Lebensmittel oft viele Tausend Kilometer gereist sind. Gerade das enorme Wachstum der weltweiten Transporte liefert einen großen Beitrag zur Klimazerstörung", warnt Westerhof. Der weltweite Transport hat von 1992 bis 2004 70 Prozent zugenommen, und gehört inzwischen zu den wichtigsten Ursachen des globalen Klimawandels. "Stoppt den Transportwahnsinn, esst heimisches Obst und Gemüse!" so Westerhof abschließend.
Die Top 20-Liste der Produkte mit den sinnlosen Transportwegen sowie weitere Informationen sind auf www.marktcheck.at zu finden.

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MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace, tel.: 01-5454580-29 oder 0664-6126721.
DI Jurrien Westerhof, Klimaexperte Greenpeace, 0664-6126701.

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