Tabaktrafikanten: Keine Zigaretten für Jugendliche unter 16 - auch nicht bei Automaten

8000 Automaten österreichweit mit Umrüstbedarf - Trinkl: "Finanzielle Unterstützung wünschenswert" - Technische Lösung auf Bankomatkartenbasis präsentiert

Wien (OTS) - "Jugendliche sind für Trafikanten in Bezug auf Tabakwarenwerbung und -verkauf keine Zieklgruppe", stellt Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), klar. Im Rahmen des erweiterten Jugendschutzes sollen ja spätestens ab 1. Jänner 2007 keine Zigaretten mehr an unter 16-Jährige verkauft werden. In einem ersten Schritt haben sich die österreichischen Trafikanten aber bereits jetzt eine frewillige Selbstbeschränkung auferlegt: Anfang des Jahres wurde eine bundesweite Aktion gestartet, in deren Rahmen sich Trafikantinnen und Trafikanten zu Maßnahmen verpflichten, die über die Jugendschutzgesetze hinausgehen. Die entsprechenden Trafiken sind mit einem Aufkleber gekennzeichnet.

Nun wendet man sich den Zigarettenautomaten zu: "Auch da bekennen wir Trafikanten uns vorbehaltlos zum Jugendschutz. Daher haben wir die Sperrung der Zigarettenautomaten für Jugendliche initiiert." Gemeinsam mit Vertretern des Zigarettenautomatenherstellers Roesler und dessen österreichischem Vertriebspartner ABA-System stellte Bundesgremialobmann Trinkl heute, Freitag, vor der Presse eine technische Lösung für Zigarettenautomaten vor, die es den Trafikanten ermöglicht, die Anforderungen bezüglich des erweiterten Jugendschutzes zu erfüllen.

"Zigarettenautomaten aus dem Hause Roesler, die von uns vertrieben werden, weisen bereits jetzt ein Programm auf, das auf Basis der Maestro-Karte mit Quick-Funktion funktioniert: Damit sind Automaten erst nach einer positiv abgeschlossenen Prüfung der Alterskennung auf der Karte betriebsbereit. Dann kann der Käufer wählen, ob er wie gewohnt mit Münzen und Scheinen oder mit der QUICK-Karte zahlen möchte", erklärt ABA-System-Geschäftsführer Robert Großmann.

Österreichweit sind rund 8.000 Zigarettenautomaten umzustellen -Kostenpunkt rund 1.000 Euro pro Gerät - bzw. überhaupt neu anzuschaffen. "Für die Trafikanten, die ohnehin unter Druck stehen, ist das eine enorme Belastung. Da der Jugendschutz auch der Politik ein echtes Anliegen ist, wäre eine finanzielle Unterstützung wünschenswert", bringt Trafikanten-Sprecher Trinkl ein Anliegen "seiner" Branche im Zusammenhang mit der Finanzierung der Automaten-Umrüstung zum Ausdruck. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
BGr der Tabaktrafikanten
Dr. Rolf Gleißner
Tel.: (++43) 0590 900-3338
rolf.gleissner@wko.at
http://wko.at/tabaktrafik

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001