Schmalenberg: Zahlreiche Missstände in der Sozialpolitik der Stadt Wien!

Arbeits- und Wohnplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen fehlen, soziale Dienste wurden nicht ausgebaut, Ungleichbehandlung bei Kinderbetreuung

Wien (OTS) - Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sozialstaatssekretär Sigisbert Dolinschek kritisierte heute die geschäftsführende Bündnis Zukunft Wien (BZW) Klubobfrau Mag. Heidi Schmalenberg die Sozialpolitik der Stadt Wien.

Schmalenberg verwies auf die fehlenden Behindertenarbeitsplätze im Bereich der Stadt. "Es gibt zu wenig geschützte Arbeits- und Beschäftigungstherapieplätze. Die Stadt Wien selbst erfüllt die vorgegebene Beschäftigungsquote bei weitem nicht. Im Jahr 2003 hat die Stadt Wien 855 Behinderte zu wenig in der Landesverwaltung eingestellt - für das Jahr 2004 wurden noch keine Zahlen vorgelegt".

Besonders dramatisch sei die Wohnsituation für Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Wien. "Diese wollen trotz ihrer Behinderung ein eigenständiges Leben führen, dafür fehlen 186 geeignete Wohnplätze. Pflegende Angehörige werden oft selbst pflegebedürftig, diese von ihnen betreuten Menschen brauchen dann einen Wohnplatz. Die Stadt Wien hat hier dringenden Handlungsbedarf. Ein Rechnungshofbericht übt auch an der Kotrolle von Behinderteneinrichtungen Kritik. Unangekündigte Kontrollen wurden auf interne Weisung eingestellt".

Die geschäftsführende BZW-Klubobfrau machte auch auf die noch immer bestehenden Missstände im Pflegebereich aufmerksam. "Ein Jahr hat nach dem Pflegeheimskandal in Lainz die Untersuchungskommission getagt. Von der großen Liste an Verbesserungsvorschlägen wurde von der Wiener SPÖ bisher nichts umgesetzt. Die sozialen Dienste und die Hauskrankenpflege wurden nicht ausgebaut. Es gibt noch keine geriatrischen Tageszentren in allen Bezirken. Betreutes Wohnen ist in Wien nicht Realität".

Bezüglich der Kinderbetreuung kritisierte Schmalenberg die Ungleichbehandlung von privaten bzw. konfessionellen und öffentlichen Kindergärten. Alle sollten gleich gefördert werden, um eine Wahlmöglichkeit anzubieten.

Schmalenberg forderte weiters mehr psychische, mobile und aufsuchende Betreuung von Obdachlosen sowie eine Ermäßigung bei den Wiener Linien für Arbeitslose und Notstandshilfebezieher. (Schluss) lb

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