Seniorenbund weist Mazal-"Vorschlag" für einen Pensionsverzicht der älteren Generation entschieden zurück!

Generalsekretär Becker: "Unverantwortliche und unakzeptable Provokation aller älteren Menschen in Österreich - und das gerade im Jubiläumsjahr unserer Republik."

Wien (OTS) - Auf massive Ablehnung und völliges Unverständnis von Seiten des Österreichischen Seniorenbundes stößt die kurz vor Pfingsten veröffentlichte Meinungsäußerung des Pensionsexperten Wolfgang Mazal, die unter anderem einen Pensionsverzicht (!) der älteren Generation verlangt und bei Nichterfüllung von einer Revolte der Jugend (!) sowie einer Euthananasiedebatte (!) spricht. Der Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, Heinz K. Becker, bringt unmissverständlich die harte Ablehnung derartiger Äußerungen zum Ausdruck: "Die Folgen der zukünftig steigenden Lebenserwartung dürfen auf keinen Fall jener Generation aufgelastet werden, die den Erfolgsstaat Österreich für alle heutigen Generationen aufgebaut hat ! So etwas überhaupt anzudenken, ist geradezu obszön. Solches ist mit dem Anspruch eines Experten von Rang unvereinbar. Dies stellt eine unverantwortliche und unakzeptable Provokation aller älteren Menschen dar - besonders im großen Jubiläumsjahr unserer Republik, wo selbst die Schlechtest-Informierten erkennen, dass all unser Wohlstand auf den ungeheuren Leistungen der heutigen Pensionisten aufgebaut wurde, von denen die meisten dafür Jahrzehnte lang Verzicht leisten mussten und sogar bis heute noch sparen !"

Zum aktuellen Hintergrund: Mazal hatte sich zuletzt bei einem Pensions-Symposium in Rom, als Kommentar über neue Zahlen einer weiter steigenden Lebenserwartung und der aktuellen Bevölkerungsentwicklung in Österreich, zu den zukünftigen Pensionshöhen dahingehend geäußert, dass er "ältere Menschen zum Verzicht auf sogenannte wohlerworbene Rechte auffordert, um eine Revolte der Jungen zu vermeiden." Mazal weiter: "Die drastischere Version wäre eine Art Euthanasiedebatte, gekoppelt mit der Forderung nach Einschnitten in die Gesundheitsversorgung."

Generalsekretär Becker sieht in der scharfen Zurückweisung derartiger Äußerungen eine Verpflichtung als Interessenvertreter aller älteren Menschen in Österreich, gleich welcher politischen Zugehörigkeit: "Wer heute zum Thema der langfristigen Sicherung unseres Sozialsystems ein Bedrohungspotential der Gewalt, vom Generationenkrieg bis zur gezielten Tötung von alten Menschen, in die Diskussion bringt, muss mit unserer Entrüstung und entschlossenem Widerstand rechnen, denn das beleidigt Millionen Österreicher und disqualifiziert sich selbst. Dieser Stil gefährdet die im Alltagsleben der Bevölkerung so hervorragend funktionierende Generationenpartnerschaft von Jung und Alt, in welcher ja auch seitens der Älteren enorme Leistungen erbracht werden !"
Becker weist abschließend darauf hin, dass die Verantwortungsträger in Österreich zum Thema Generationendialog von unseren Experten das absolute Gegenteil von Droh- und Gewaltszenarien erwarten können:
Nämlich einen seriösen und verantwortungsvollen Umgang mit den Fakten und einen Verzicht auf Lobbyarbeit. "Nur der konstruktive Geist des Miteinander von Jung und Alt, wie er in den letzten Jahren die europaweit einzigartige Reformarbeit der Regierung Schüssel (Pensionssicherungsreform, Pensionsharmonisierung, Gesundheitsreform, etc.) ermöglichte, garantiert die Erhaltung der Position Österreichs als führender Sozialstaat sowie als Musterland von Wirtschaftserfolgen und Wohlstandssicherung zum Wohle aller Altersgruppen !"

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Österreichischer Seniorenbund
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