WOLFMAYR: ERFOLGREICHE FORTSETZUNG EINER KONSEQUENTEN MUSEUMSPOLITIK

ÖVP-Kultursprecherin zu Kulturbericht 2003 und Evaluierungsstudie im heutigen Kulturausschuss

Wien (ÖVP-PK) - Auf der Tagesordnung des Kulturausschusses standen heute, Freitag, der Kulturbericht 2003 und die Evaluierungsstudie. "Dieses Jahr kennzeichnet die erfolgreiche Fortsetzung einer konsequenten Museumspolitik. Mit dem Naturhistorischen Museum wurde die Überführung der Bundesmuseen in vollrechtsfähige Anstalten öffentlichen Rechts erfolgreich abgeschlossen." Das berichtete ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr nach der Ausschusssitzung. "Und diese positive Entwicklung setzt sich fort:" ****

  • Die Österreichische Nationalbibliothek hat ihre Chancen und Möglichkeiten im autonomen Umgang mit Budget und Personalfragen auch im zweiten Jahr genutzt und sich weiter gesteigert;
  • die Albertina wurde im März nach zehnjähriger Schließzeit mit der größten je gezeigten Munch-Ausstellung wiedereröffnet. Neben der Renovierung gibt es neue Ausstellungsräume, Studiengebäude und Tiefenspeicher;
  • das Museumsquartier zeigte auch in seinem zweiten Jahr eine ausgezeichnete Bilanz mit einer Besuchersteigerung um 40 Prozent gegenüber 2002 und einer Entwicklung zu einem echten Kulturviertel im urbanen Naherholungsraum;
  • das Technische Museum erneuerte seinen digitalen Massenspeicher und den Bereich medien.welten;
  • Im Kunsthistorischen Museum überschattete der Diebstahl der Saliera am 11. Mai 2003 das ganze Jahr, dennoch gibt es hochwertige Ausstellungen, wichtige Neuerwerbungen und umfangreiche wissenschaftliche Tätigkeit. Ein Fehlbetrag im Geschäftsjahr geht auf die hohen Kosten der Ausstellungskooperation mit der Kulturhauptstadt Graz zurück, die einen der internationalen Schwerpunkte des Jahres kennzeichnete (2004 bereits wieder ausgeglichen);
  • der Museumspreis wurde an das Niederösterreichische Landesmuseum vergeben, zum heutigen Kulturausschuss war dessen Leiter Mag. Carl Aigner als Experte geladen.

"Das Ziel der Forderungen, Veranstaltungen von nationaler und internationaler Bedeutung zu unterstützen, um den Ruf unseres Landes im Museumsbereich zu steigern, ist voll aufgegangen. Wir stehen gut da, was auch die Evaluierungsstudie beweist", führte Wolfmayr weiter aus. Vehement widerspricht Wolfmayr dem Grünen Kultursprecher Zinggl, der in fast schon unverantwortlicher Weise über diese wissenschaftlich erstellte Studie, über die im Laufe einer höchst angeregten Ausschuss- und Expertendiskussion inhaltlich und methodisch diskutiert wurde, hergezogen ist. "Diese unverantwortliche, lächerlichmachende Art, wie sie in der Opposition immer mehr Platz greift, ist äußerst bedenklich."

"Die Gesamtsituation der Bundesmuseen in Hinblick auf Profil, Positionierung, Wissenschaft und Forschung, Publikumsorientierung, Vermittlungsaktivitäten wurde heute im Ausschuss ausführlich geschildert", lobte Wolfmayr die wertvollen Expertenbeiträge von Direktor Carl Aigner, dem Grazer Consulting-Experten Otto Hochreiter und Studienautor Prof. Dr. Bernhard Graf vom Institut für Museumskunde Berlin-Stiftung preußischer Kulturbesitz.

"Nach genauer Innen- und Außenschau lässt sich zusammenfassen, dass wir sehr gut liegen. Aber natürlich sind immer Verbesserungen möglich und anzustreben, so etwa - den Ratschlägen folgend - bei einer gesteigerten Präzisierung museumsspezifischer Leitbilder, bei der Sammlungs- und Ausstellungspolitik oder bei der Funktion der Museen als Ort lebensbegleitenden Lernens. Die Zielgruppenpolitik ist ebenso auszubauen wie Synergien, Zusammenarbeit und Koordinierung der Museen. Bibliotheken und Archive sollten in Ressourcenplanung ebenfalls noch mehr Schwergewicht bekommen", wagte die ÖVP-Kultursprecherin einen "Blick in die Zukunft."

EIN KUNSTDIEBSTAHL IST EINE TRAGÖDIE, ABER KEIN PERSÖNLICHES VERGEHEN!

Abschließend nahm Wolfmayr zum Muttonen-Antrag bezüglich KHM-Direktor Seipel Stellung: "Der grundsätzliche Standpunkt hat sich nicht verändert: ein Kunstdiebstahl ist eine Tragödie, aber kein persönliches Vergehen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren auf internationalem Standard, wurden aber mit hohem finanziellem Aufwand weiter verstärkt, einzelne Beanstandungen verbessert. Angesichts der gewaltigen Leistung und dem Aufbau der Überführung in die Vollrechtsfähigkeit, der hervorragenden Positionierung unter den international großen Museen und des großen Zuspruches für ein modernes, gut gemanagtes Museum sehe ich absolut keinen Grund, einen erfolgreichen Museumsdirektor mit großen Leistungen abzusetzen." Vor weiteren Beurteilungen sei darüber hinaus der Rechnungshofbericht abzuwarten, der erst nächste Woche folgt, schloss die ÖVP-Kultursprecherin.
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