Kranzl zur Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung

Finanzminister Grassers unsozialer Plan zur Trinkgeldbesteuerung wurde vereitelt

St. Pölten (SPI) - "Das Trinkgeld in der Gastronomie zu besteuern wurde nun von allen vier Parlamentsparteien einstimmig abgelehnt. Damit bleibt Finanzminister Grasser nur die Rücknahme dieses unpopulären und unsozialen Vorhabens", freut sich Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl über die Aufhebung der Trinkgeldsteuer.****

Die Beschäftigten in der Gastronomie sind täglich mit verschiedensten Herausforderungen und oft erschwerten Bedingungen konfrontiert. Wechsel- und Schichtdienst, Dienst auch an Sonn- und Feiertagen, körperlich anstrengende Arbeit, zum Teil sehr belastende Arbeitszeiten etc. zählen zum Alltag der Beschäftigten dieser Berufssparte. Das Trinkgeld ist willkommener Zuverdienst und motiviert in einem ohnehin nicht überragend entlohnten Beruf, da zumeist im vereinbarten Gehalt des Servicepersonals eine gewisse Trinkgeldpauschale bereits berücksichtigt und eingerechnet ist. Nicht nur deswegen stieß der Plan des Finanzministers bei den Sozialpartnern, der Arbeiter- und Wirtschaftskammer, der Gewerkschaft auf großen Widerstand. Alle vier Parlamentsparteien beschlossen nun einstimmig im Finanzausschuss eine Änderung des Einkommenssteuergesetzes dahingehend, dass alle von dritter Seite freiwillig an Arbeitnehmer gewährten ortsüblichen Trinkgelder, auch Kreditkartentrinkgelder, zur Gänze lohn- bzw. einkommenssteuerfrei sein sollen.

"In einem führenden Tourismusland wie Österreich und ganz besonders angesichts der bevorstehenden Sommersaison betrachte ich die Rücknahme der Trinkgeldbesteuerung als einen vernünftigen, sowie für die Beschäftigten dieser Branche sicherlich motivierenden Schritt", freut sich Konsumentenschutzlandesrätin Christa Kranzl über den Entschluss.
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Alois Schroll
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