GEHRER: VORGEHEN IM FALL SALIERA WIRD INTENSIV DISKUTIERT

Kulturbericht 2003 heute im Kulturausschuss

Wien (ÖVP-PK) - Der Diebstahl der Saliera aus dem
Kunsthistorischen Museum im März 2003 war Thema im heutigen Kulturausschuss, bei dem der Kulturbericht 2003 auf der Tagesordnung stand. Die Kriminalpolizei habe klar festgestellt, dass es kein schuldhaftes Verhalten von Seiten der Museumsdirektion gibt. Die Frage des weiteren Vorgehens werde intern intensiv diskutiert. Für eine Klage um den Versicherungswert habe man drei Jahre Zeit, bevor eine Verjährung eintritt. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer hofft allerdings auf eine Lösung schon vorher. "Man möchte natürlich, dass die Saliera zurückkommt und daher auch für Verhandlungen die Möglichkeit gegeben sind", so Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im heute öffentlichen Kulturausschuss. ****

Angesprochen auf die Besucherrückgänge in den Museen verwies die Ministerin auf eine Besucherbefragung. Es sei richtig, dass sich die Museen bemühen müssen, viele Besucher anzuziehen. Die Besucheranzahl hänge aber sehr von der Attraktivität von Sonderausstellungen ab. "Wenn ein Haus wie das Technische Museum oder die Albertina neu eröffnet wird, hat es mit besonderen Ausstellungen im Eröffnungsjahr auch einen besonderen Zustrom." Gehrer zeigte sich davon überzeugt, dass aufgrund des Gedankenjahres im Jahr 2005 die Zahl der Museumsbesucher wieder steigen werde. Sie verwies zudem auf den derzeitigen Umbau des Naturhistorischen Museums. Der kürzlich eröffnete Haisaal erfreue sich bereits eines regen Zuspruchs.

Als ein großes Anliegen in den Museen bezeichnet die Ministerin die Behindertengerechtigkeit. Man sei dabei, die einzelnen Museen sukzessive behindertengerecht auszustatten.

Weiteres Thema im Ausschuss war der Denkmalschutz. In diesem Zusammenhang hob die Ministerin eine Gesamtaufstellung aller in Österreich unter Denkmalschutz gestellten Gebäude hervor, die bis 2009 fertig gestellt werde. Ein Besitzer eines derartigen Hauses könne allerdings Einspruch erheben und Gegenargumente einbringen, dann gebe es ein offizielles Verfahren. Die Listen können auf der Homepage des Denkmalschutzamtes abgerufen werden.

Hinsichtlich der späten Behandlung des Kulturberichtes 2003 im Ausschuss verwies die Ministerin darauf, dass der Kulturbericht 2004 schon Ende dieses Jahres vorliegen solle. Sie nahm zudem die Anregung auf, beim nächsten Kulturbericht spezielles Augenmerk auf Sammlungsankäufe und Schenkungen an die Bundesmuseen - sofern hier das Einverständnis der Schenkenden vorliege - zu legen.
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