Weinzinger zu Zivildienst: Frauen nicht als LückenbüßerInnen für Versäumnisse im Pflegebereich missbrauchen

Aufwertung des Freiwilligen Sozialen Jahres statt Zivildienst für Frauen

Wien (OTS) - Eine scharfe Absage erteilt Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, den Plänen, den Zivildienst für Frauen zu öffnen. "Frauen dürfen nicht als Lückenbüßerinnen für Versäumnisse im Sozial- und Gesundheitsbereich herhalten. Der Pflegenotstand kann nicht dadurch gelöst werden, dass bestehende Arbeitsplätze von wenig qualifizierten Billigarbeitskräften übernommen werden", kritisiert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen.

Ein Unterschreiten der derzeitigen Qualifikations- und Entgeltstandards durch freiwillige ZivildienerInnen aus dem den neuen EU-Mitgliedsländern, würde sich negativ auf das Lohnniveau und die Attraktivität des Pflege- und Sozialbereiches auswirken. "Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Sozialbereich ist dringend nötig. Vor allem Frauen würden davon profitieren", so Weinzinger.

"Ich sehe auch prinzipiell keine Notwendigkeit, den Wehrersatzdienst für Frauen zu öffnen. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet Frauen bereits jetzt die Möglichkeit ein Jahr lang in den Sozialbereich hineinzuschnuppern", so Weinzinger. Im Gegensatz zum Zivildienst böte das FSJ den Frauen gesicherte Ausbildungsstandards, die sie für weiterführende Ausbildungen im sozialen Bereich anrechenbar seien. "Eine Aufwertung des FSJ und nicht die Öffnung des Zivildienstes für Frauen ist nötig", schließt Weinzinger.

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