Winterauer: Pühringers "Kampf" für Postämter nur Theaterdonner

SP-Landesgeschäftsführer kritisiert "Kurzzeitgedächtnis" des ÖVP-Chefs

Linz (OTS) - "Die postalische Versorgung der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher darf in keinster Weise verschlechtert werden. Die postalische Infrastruktur ist Teil einer funktionierenden Nahversorgung und daher eine Gemeinwohlaufgabe bzw. eine Aufgabe der Daseinedsvorsorge, die man nicht ausschließlich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien betrachten und organisieren darf. Auch die Menschen im ländlichen Raum haben ein Anrecht auf eine postalische Vollversorgung zu den selben Bedingungen wie die Bevölkerung der stark besiedelten Stadtregionen".

Für SPÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Reinhard Winterauer ist diesen klaren Aussagen eigentlich nichts hinzu zu fügen. Sie stammen allerdings ausnahmsweise einmal nicht vom SPÖ-Landesparteivorsitzenden Erich Haider, der bekannterweise immer wieder massiv gegen die Ausdünnung der ländlichen Regionen auftritt, sondern sind Originalton von ÖVP-Chef und Landeshauptmann Pühringer. Derart starke Worte hat er am 12. November 2004 gefunden, nachzulesen auf der Homepage der ÖVP Oberösterreich. "Heute hat er sie offensichtlich vergessen", so Winterauer.

Und gleichfalls im November 2004 tönt Pühringer erneut wörtlich: "Das klare Nein Oberösterreichs zu Postamtsschließungen bleibt aufrecht! Die Post darf sich nicht einfach aus dem Staub machen. Wir werden um die Erhaltung einer ordentlichen postalischen Infrastruktur kämpfen. Es darf keinen Ausstieg aus der Verantwortung für den ländlichen Raum geben!"

Winterauer: "Doppelbödiger geht's nicht mehr! Die "Erfolge" von Pühringers "Kampf" sind nur ein halbes Jahr später leider bekannt:
wieder werden 73 Postämter in Oberösterreich zugesperrt, nur 19 Postpartner gibt es als völlig unzureichenden Ersatz. Seit 2002 sind damit in unserem Bundesland 173 Postämter zugesperrt worden. Und bei Bezirksgerichten und Kasernen gibt es neue Schließungspläne. Die ÖVP und Pühringer lassen den ländlichen Raum im Regen stehen!".

Diese unsoziale und doppelbödige Politik stoße allerdings auf immer größeren Widerstand. "Das zeigt auch die brandneue OGM-Umfrage im Auftrag von profil. Danach wünschen sich bereits 51 Prozent rasche Neuwahlen, nur mehr 36 Prozent wollen, dass diese Regierung weiter wurstelt", schließt Winterauer.

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