Wehe, wenn sie losgelassen

Bundeskriminalamt rechnet zum Pfingstwochenende mit vermehrtem Auftreten von Vandalismus

Wien (OTS) - Zerkratzte Autos, Graffiti an Hausmauern und beschädigte Verkehrsschilder prägten die Polizeiarbeit zu den Pfingstfeiertagen des Vorjahres.

Die Exekutive musste etwa 650-mal zu Vandalismusschäden ausrücken. Das war der dritthöchste Wert des ganzen Jahres. Setzt sich der Trend fort, so ist zum diesjährigen Pfingstwochenende mit einem Anstieg von Vandalismusakten zu rechnen. Das Bundeskriminalamt verzeichnete seit Jahresbeginn bereits 10.200 Anzeigen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 7.900.

Vandalismus ist eher in kleineren Gemeinden und Städten vorzufinden, Großstädte wie Wien sind von diesem Phänomen weniger betroffen. Insbesondere Kinder und Jugendliche geraten in diesem Deliktsbereich, der sich hauptsächlich in Sachbeschädigungen äußert, unter Tatverdacht. Die jungen Menschen werden oft durch Gruppendynamik zu einem unkontrollierten Verhalten gedrängt, das schließlich in einer regelrechten Zerstörungswut endet. Dieser Effekt wird nicht selten durch übermäßigen Alkoholkonsum verstärkt.

"Die Bevölkerung sollte bei Auftreten von Vandalenakten nicht wegschauen sondern Anzeige erstatten. Keinesfalls sollte selbst eingegriffen werden, besonders nicht, wenn Alkohol im Spiel ist. Gewaltanwendung gegen Sachen könnte sonst leicht in Gewaltanwendung gegen Menschen enden", empfiehlt das Bundeskriminalamt.

Eltern, die mit ihren Kindern über den Wert und den Nutzen von öffentlichen Einrichtungen sprechen, die ihnen verdeutlichen, dass eine Einrichtung wie eine Telefonzelle im Notfall lebensrettend sein kann und durch gutes Vorbild demonstrieren, wie mit fremdem Eigentum umgegangen werden sollte, tragen sehr viel zur Verhinderung solcher Straftaten bei.

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Bundeskriminalamt
Mag. Katja Hengerer
Mobil: 0664/43 22 086

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