PFINGSTWOCHENENDE OHNE STRESS: WER RÜCKSICHTSVOLL FÄHRT, KOMMT AUCH ANS ZIEL!

Mit einem dem erhöhten Verkehrsaufkommen angepassten Fahrstil ist allen Urlaubshungrigen geholfen - Zwei der gröbsten Fehler werden bald Vormerkdelikte sein

Wien (OTS) - Die Blechlawine rollt wieder! Viele Österreicher und Urlauber aus den Nachbarländern werden an diesem Wochenende durchs Land in Richtung Süden fahren, um die Sonne und das Meer zu genießen. Für Rettung und Exekutive bedeutet das wieder Alarmbereitschaft, denn je mehr Fahrzeuge sich auf den Straßen tummeln, desto höher ist natürlich die Unfallgefahr.

Am Pfingstwochenende 2004 sank zwar die Zahl der Unfälle im Vergleich zu 2003 von 587 auf 333, allerdings starben dabei fast doppelt so viele Menschen (2003: 7, 2004: 13). An einem "normalen" Verkehrswochenende starben 2004 durchschnittlich neun Menschen. Besonders gefährdet sind Motorradfahrer, denn durch unüberlegte Überholmanöver, gepaart mit einem erhöhten Stress- und Aggressionspotenzial der Autofahrer, gehören sie meistens zu den Verlierern im Urlaubsverkehr. Etwa ein Drittel der am Pfingstwochenende des letzten Jahres bei Unfällen getöteten Menschen (4 Personen) starb als Motorradfahrer oder am Sozius. Bei den 220 Pkw-Unfällen verloren fünf Menschen ihr Leben. "Dass hohe Geschwindigkeit und zu wenig Abstand Killer Nr. 1 sind, sieht man daran, dass allein bei den 45 Auffahrunfällen zu Pfingsten 2004 vier Menschen getötet wurden", betont Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).

Wer schneller fährt, ist nicht schneller dort

Staus haben im Grunde eine einfache Ursache: inhomogene Geschwindigkeiten. Wenn Schnell- auf Langsam- oder Angemessen-Fahrer treffen, bleiben bei unvorhergesehenen Bremsmanövern aufgrund der Kettenreaktion gleich alle stehen. "Am besten kommt man voran, wenn man seine Geschwindigkeit den Vorschriften und dem Verkehrsaufkommen anpasst", rät Thann. Sollte doch ein Stau entstehen, dann ist vor allem eines zu beachten: Der Pannenstreifen ist nicht als zusätzliche Spur zum Vorfahren gedacht! Immer öfter kann beobachtet werden, dass Autofahrer den für Notfälle gedachten Straßenabschnitt blockieren. "Wenn Rettung und Feuerwehr deswegen nicht zu einer Unfallstelle kommen, bedeutet das für einen Menschen möglicherweise den Tod", appelliert Thann an das Gewissen der Autofahrer. Der Gesetzgeber hat auf dieses Verhalten einiger Autofahrer reagiert: Das Blockieren des Pannenstreifens für Einsatzfahrzeuge zählt ab 1. Juli 2005 zu den 13 Vormerkdelikten!
Wer aber mit seinem Pkw auf der Autobahn oder am Pannenstreifen liegen bleibt, darf die Warnweste nicht vergessen, die seit 1. Mai vorgeschrieben ist. Im Freiland muss sie angezogen werden, wenn das Pannendreieck an einer unübersichtlichen Straßenstelle, bei schlechter Sicht, Dämmerung oder Dunkelheit aufgestellt wird

Achtung auf den Baustellen!

Urlaubszeit ist oft gleichzeitig Bauzeit im österreichischen Straßennetz. Nadelöhre werden zu Pfingsten laut ASFINAG vor allem die A10 Tauernautobahn im Bereich des Ofenauer- und Hieflertunnels sowie die A2 Südautobahn im Packabschnitt sein. Dort wird auf einer Länge von fast 30 Kilometern der Vollausbau durchgeführt. Baustellenbereiche sind oft auch eine Abstandsfalle. "Baustellen sind natürlich nervig und lassen manche Fahrer ziemlich aggressiv reagieren", sagt Thann. "Gerade darin liegt aber die besondere Gefahr. Weil jeder in den Urlaub oder wieder nach Hause will, werden dann die vorgegebenen Geschwindigkeiten nicht eingehalten und die Abstände sind meistens viel zu gering."
Vielleicht sollte das Pfingstwochenende gleich dazu genutzt werden, den richtigen Abstand zu üben, denn wer sich ab 1. Juli 2005 nicht an einen Mindestabstand von 0,4 Sekunden hält, kann damit eine Vormerkung im Führerscheinregister "ernten". "Wer sich und seinem Vordermann genügend Spielraum für Bremsmanöver geben will, hält zumindest einen Abstand von zwei Sekunden", rät Thann.

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