Hörenswert: "Vergangenes aus und um Ottakring"

Donnerstag, 19.5: Lesung mit "Ferry" Kovarik im Amtshaus Richard-Wagner-Platz, Eintritt frei

Wien (OTS) - Das Ottakringer Original Ferdinand "Ferry" Kovarik
ist seit langen Jahren ein begeisterter Bezirkshistoriker und trägt am Donnerstag, 19. Mai, im Festsaal des Amtsgebäudes in Wien 16., Richard-Wagner-Platz 19 (2.Stock), unter dem Titel "Vergangenes aus und um Ottakring" verschiedenste Geschichten vor. Beginn ist um 19 Uhr. Zwar lockern einzelne Erzählungen wie die alte Sage "Der Schlossherr von Ottakring" den Abend auf, doch vorwiegend sind Rezitationen mit ernstem Hintergrund angesagt. So klärt Kovarik die Zuhörer beispielsweise über die einstige "Heldenstraße von Ottakring" auf und spricht über den NS-Reichsstatthalter Baldur von Schirach. Für die musikalische Umrahmung des Abends ist die exzellente Pianistin Junko Briem-Okabe zuständig. Der Eintritt ist frei.

Kovarik möchte Zuhörerschaft zum Nachdenken anregen

Auch Raritäten aus Kovariks reicher Sammlung an Tondokumenten sind zu hören. Original-Zitate von Hitler und Mussolini sowie eine sehr berührende Figl-Ansprache und ein Kreisky-Interview werden abgespielt. Kritisch betrachtet Kovarik die Wahlwerbung in der Nachkriegszeit und den Umgang mit jüdischen Mitbürgern.

Zumeist strapaziert der umtriebige "Ferry" bei seinen Lesungen die Lachmuskeln des Publikums. Am Donnerstag konfrontiert der mehrfache Buchautor (Bezirkschronik "100 Jahre Ottakring bei Wien", Reihe "Schmankerln aus Ottakring") die Zuhörer jedoch mit ernsteren Dingen. "Der Rückblick in die Vergangenheit soll zum Nachdenken anregen", präzisierte Kovarik in einem Gespräch mit der "Rathauskorrespondenz". Viel Freude kommt sicher beim Musik-Programm auf, Junko Briem-Okabe (Klavier) interpretiert einen Liederreigen vom "Radetzky-Marsch" bis zu "In the Mood". Ferdinand Kovarik, weit über die Grenzen des 16. Bezirkes als "Ferry" bekannt, ist schon einige Male mit großem Erfolg bei den "Bezirksfestwochen" aufgetreten. Der vormalige Bezirksrat in Ottakring wurde für sein fleißiges Wirken mit dem "Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien" (1997) geehrt. (Schluss) enz

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