AMI Agrolinz Melamine International GmbH expandiert in Piesteritz mit neuem Melaminwerk

Modernstes und größtes Melaminwerk Deutschlands am 12. Mai 2005 feierlich eröffnet

Piesteritz/Linz (OTS) - Deutschlands modernstes und größtes Melamin-Werk die Agrolinz Melamine International Deutschland GmbH wurde im Rahmen eines feierlichen Events durch Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und OMV Generaldirektor Dr. Wolfgang Ruttenstorfer am Donnerstag, 12. Mai 2005, eröffnet.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Werkes in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) nach knapp zweijähriger Bauzeit setzt AMI Agrolinz Melamine International GmbH ihren Expansionskurs kontinuierlich fort und trägt der steigenden Nachfrage mit einem erweiterten Produktionsvolumen von 80.000 Jahrestonnen Rechung.

OMV Generaldirektor Dr. Wolfgang Ruttenstorfer: "Als profitables Unternehmen ist die AMI im Melamingeschäft international erfolgreich auf Wachstumskurs und hat damit das Potenzial zum Weltmarktführer."

"Die Eröffnung dieses Standortes ist ein weiterer Meilenstein in der globalen Wachstumsstrategie der AMI. Mit einer Produktionssteigerung von über 60 Prozent können wir neue Märkte in Amerika und Asien erschließen", freut sich Dr. Joachim Grill, Sprecher des Vorstandes der AMI. Das Werk stärkt somit die strategische Position für AMI als globaler Player in der Produktion und beim Vertrieb von Melamin.

Am neuen AMI-Standort in Sachsen Anhalt wurden rund 85 neue und ca. 120 indirekte Arbeitsplätze geschaffen. Rund 130 Millionen EURO wurden investiert. Mehr als 40 Unternehmen der Region mit über 450 Mitarbeitern zeichnen für die reibungslosen Bautätigkeiten verantwortlich.

Rund 45 Prozent des Auftragsvolumens flossen in wettbewerbsfähige Unternehmen in den neuen Bundesländern, davon 80 Prozent an Betriebe in Sachsen-Anhalt und 14 Prozent an Unternehmen in Sachsen. Es ist davon auszugehen, dass die neue Produktionsstätte der AMI als industrielles Leitprojekt weitere Betriebsgründungen in der Region induzieren wird.

Idealer Standort mit perfektem Umfeld

"Der Standort Piesteritz in Sachsen-Anhalt zeichnet sich durch seine exzellente logistische und geografische Lage aus", betont Dr. Joachim Grill, Vorstandssprecher der AMI-Gruppe.

"Neben idealer Straßen- und Schienenanbindung steht auch die Elbe als Wasserweg zur Verfügung. Die am Standort benachbarte SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH erzeugt die für die Melamin-Produktion erforderlichen Vorprodukte - vor allem Ammoniak und Harnstoff - direkt vor Ort. Das senkt die Produktionskosten und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit.

AMI steht für die eigenentwickelte Produktionstechnologie und kann ihre Produktionskapazität beträchtlich steigern. Damit ist der Weg in neue Märkte wie Amerika und Asien frei. "Mit den beiden neuen Melaminanlagen kann die AMI das Produktionsvolumen von bisher 130.000 auf 210.000 Tonnen pro Jahr erhöhen", so Grill.

Das neue Melaminwerk mit einer jährlichen Gesamtkapazität von 80.000 Tonnen besteht aus zwei Anlagen. Seit Herbst 2004 wird bereits am Standort Piesteritz Melamin produziert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden rund 40.000 Tonnen Melamin erzeugt.

Melamin - der Rohstoff der Zukunft

Die AMI arbeitet mit den beiden Rohstoffen Erdgas und Luft. Aus dem Wasserstoff im Erdgas und dem Stickstoff in der Luft erzeugt das Unternehmen Ammoniak.

Bei diesem Prozess entsteht auch Kohlendioxid. Ein Teil davon wird mit Ammoniak zu Harnstoff umgesetzt. Das ist das Ausgangsmaterial für Melamin.

Melamin ist ein Rohstoff in Form eines weißen Pulvers. Es wird weltweit vor allem für Harze, Pressmassen, zur Oberflächenbeschichtung, in der Textil- und Papierveredelung sowie als Bindemittel für hochwertige Pressspanplatten verwendet.
Da Melamin nach dem Aushärten kratz- und schlagfest ist, sind zum Beispiel damit beschichtete Holzfußböden außerordentlich widerstandsfähig. Die wohl bekannteste Anwendung ist die Imprägnierung der EURO-Scheine mit Melamin von AMI!

Die AMI Gruppe

Die AMI Agrolinz Melamine International GmbH veredelt Erdgas zu hochwertigen Rohstoffen für Landwirtschaft und Industrie. Hauptprodukte sind Melamin und Pflanzennährstoffe. Im Geschäftsbereich Melamin ist AMI Marktführer in Europa und weltweit Nummer zwei und nimmt im Bereich Pflanzennährstoffe im Donauraum eine führende Position ein.

Zur AMI Gruppe gehören als Kernunternehmen die AMI Agrolinz Melamine International GmbH mit Standort in Linz (Ö), weiter die 100%ige Tochtergesellschaft Agrolinz Melamine International Italia S.r.l. mit Standort in Castellanza (I), die Agrolinz Melamine International Deutschland GmbH mit Standort in Piesteritz / Sachsen-Anhalt und das Großhandelsunternehmen LINZER AGROTRADE GmbH für den Vertrieb von Düngemitteln, Vertriebsgesellschaften in Ungarn, Tschechien und der Slowakei sowie Vertriebsgesellschaften für Melamin in Chicago/USA, die Agrolinz Melamine International North America Inc. und in Singapur die Agrolinz Melamine International Asia Pacific Pte Ltd. In der AMI Agrolinz Melamine International Gruppe erwirtschaften rund 1.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 394 Mio. Euro.

Die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH

SKW Piesteritz ist größter Ammoniak-Produzent Deutschlands und liefert damit die Vorprodukte für die Melaminproduktion der AMI direkt vor Ort.

Mehrheitsgesellschafter des 1993 gegründeten Unternehmens sind das Schweizer Handelshaus Ameropa-Holding AG und die tschechische Gruppe Agrofert Holding a.s. Neben Agrochemikalien produziert das Werk an der Elbe Grundchemikalien wie Harnstoff und Salpetersäure sowie darauf aufbauende Industrieprodukte. Für SKW Piesteritz sind derzeit 600 Mitarbeiter tätig. 2004 wurde ein Umsatz von 332 Mio. Euro erzielt.

Der Standort Piesteritz

Piesteritz erlebt seit 1915 chemische Großproduktion. Für den Standort sprechen seine logistischen Voraussetzungen. Heute sind das zwei bedeutende Bundesstraßen in unmittelbarer Reichweite, die Nähe zur Autobahn, ein modernes und ausgebautes Netz von Bahnanschlüssen und Bahnversandeinrichtungen sowie der eigene Elbehafen.
In den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren hier bedeutende großtechnische Chemieanlagen entwickelt und in die Produktion überführt worden. Dazu zählten moderne Karbidgroßöfen und die großtechnische Herstellung hochkonzentrierter Salpetersäure.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

AMI Agrolinz Melamine International GmbH
Pressesprecher
Gerald Kneidinger
gerald.kneidinger@agrolinz.com
Tel: +43/732/6914/2048
Fax: +43/732/6914/62048

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002