Posch: "Ortstafelfrage vernünftig lösen"

Wien (SK) SPÖ-Menschenrechtssprecher Walter Posch zeigte sich am Donnerstag im Nationalrat im Rahmen einer Dringlichen erfreut, dass es seitens der Regierung offensichtlich doch zu einer Einigung hinsichtlich einer Wiedergutmachung betreffend Nazi-Deserteure kommt. "Es ist leichter, aus der Distanz von 60 Jahren Urteile zu fällen, die Schwierigkeiten fangen an, wenn es um das Jetzt und Hier geht", sagte Posch, der sich in Folge dem Artikel 7 des Staatsvertrags widmete. "Die Republik Österreich hat sich zum Schutz der Minderheiten bekannt, die Ortstafelfrage ist nur in Zusammenarbeit aller Kärntner Parteien mit der slowenischen Volksgruppe vernünftig zu lösen", so Posch. Er sei zuversichtlich, dass diese Frage vernünftig zu lösen sei, wenn bestimmte "Hardliner" ihre Positionen überdenken. ****

Die Aufstellung der Ortstafeln sei nicht frei von "Selbstdarstellung, Show und Inszenierung", sagte Posch. Es sei freilich nach einer "Suada von Ausfällen" nicht einfach, in Kärnten integrativ zu wirken, so Posch und erinnerte an Haiders Ausfälle gegenüber dem damaligen Verfassungsgerichtshofpräsidenten Adamovich. (Schluss) sk

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