FASSLABEND: AUS DER GESCHICHTE LERNEN

Wien (ÖVP-PK) - Zu Beginn seines Debattenbeitrages im Rahmen der Dringlichen Anfrage im Plenum des Nationalrates dankte ÖVP-Abg. Dr. Werner Fasslabend Staatssekretär Franz Morak für dessen Beantwortung der Dringlichen Anfrage. "Diese Worte haben mich persönlich berührt. Morak hat die innere Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass wir allen Opfern der Nationalsozialisten unbedingten Respekt schulden. Für uns ist dieser Respekt ein wichtiger Wert. Es darf keine Möglichkeit für Missinterpretationen geben. Wir können zwischen Opfern und Tätern klar unterscheiden. Das ist eine wichtige Grundlage, dass wir aus der Geschichte lernen können. Wir müssen den Blick nach vorne richten und die Menschen nicht nur versöhnen, sondern ein gemeinsames Europa aufbauen. Dann haben wir die richtige Lehre gezogen", so Fasslabend. ****

In der Folge versuchte Fasslabend, eine Erklärung für die seit so vielen Jahrzehnten schwelende Problematik der zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten zu finden. Nach Meinung Fasslabends liegt der Hintergrund im Einmarsch und Besetzung Südkärntens durch die Jugoslawen im Mai 1945. "Diese Urangst, zu viele Tafeln mit slowenisch klingenden Ortsnamen könnten dazu führen, dass Jugoslawien wieder territoriale Ansprüche stellt, war in Kärnten lange vorhanden."

"Aber in der Zwischenzeit hat sich alles fundamental verändert. Jugoslawien ist zerfallen, mit Slowenien stehen einander zwei in etwa gleich große Staaten gegenüber, die Mitglieder in der großen europäischen Familie EU sind. In Kärnten braucht nun niemand mehr unberechtigte territoriale Ansprüche fürchten. Daher ist diese Frage jetzt reif für eine Lösung und wir sollten nicht mehr warten, sondern zügig daran gehen, die Tafeln aufzustellen und den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Kultur im Konsens auch auszuleben", sprach sich Fasslabend abschließend für mehr Miteinander, Toleranz und Akzeptanz aus.
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