Außenwirtschafts-Beauftragter Ceska: Österreichische Unternehmen in Usbekistan erfolgreich

Österreichische Softwaretechnologie für usbekisches Bankensystem

Wien (BMWA/OTS) - "Erfolge österreichischer Unternehmen auf wachstumsstarken, aber schwierigen Märkten sind immer besonders erfreulich für die österreichische Außenwirtschaft", sagte der Sonderbeauftragte des Wirtschaftsministeriums für Strategische Außenwirtschaft, Botschafter Dr. Franz Ceska, anlässlich seines Besuchs in Usbekistan.

Für den weiteren Ausbau des einheitlichen bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Usbekistan gelangt die Technologie des österreichischen Softwareunternehmens BGS Smartcard Systems, das dort bereits seit 10 Jahren tätig ist, zur Anwendung. Entsprechende Gespräche im Zuge des bilateralen Besuchs von Botschafter Ceska sind soeben erfolgreich verlaufen. "Dies bedeutet einen großen Auftrag für ein österreichisches Unternehmen, das in Österreich wie Usbekistan hohes Ansehen genießt", so Ceska.

Bei seinem Zusammentreffen mit Vizepremier Außenminister Eleanor Ganiev, der Ceska zu diesem Besuch eingeladen hatte, kamen neben den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen auch konkrete Anliegen österreichischer Unternehmen zur Sprache, unter anderem der Firmen VEGA, Desk Investment, BEFA und Schaller Lebensmitteltechnik, die erfolgreiche Joint Ventures und Niederlassungen in Usbekistan betreiben.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen weiters die wirtschaftlichen Reformprozesse in Usbekistan, die im letzten Jahr zu einem BIP-Wachstum von 7,7 % bei 3,7 % Inflation und einem 34 %-Exportzuwachs bei 1 Mrd USD Handelsbilanzaktivum geführt hatten. Ganiev lobte Österreich als bevorzugten Partner für weitere wirtschaftliche Kooperation ebenso wie für eine Vertiefung der Beziehungen zur Europäischen Union.

Weitere Gespräche führte Ceska unter anderem mit den Vizepräsidenten der National- und der Zentralbank, dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer, Vizeministern im Wirtschafts- und Finanzministerium und den Vorsitzenden der Privatisierungs- und der Außenwirtschaftsagentur, sowie den Bürgermeistern der Städte Urgentsch und Samarkand. Generell wurde die Überzeugung geteilt, dass das laufende wirtschaftliche Reformprogramm in Usbekistan, insbesondere die Privatisierung der zwei größten Banken, hervorragende Rahmen- und Geschäftsbedingungen in einem verstärkten wirtschaftlichen Austausch mit dem größten zentralasiatischen Land bilden. Trotz Verdoppelung des Handelsvolumens im Jahr 2004 sind die österreichischen Exporte mit 21 Mio Euro weit hinter dem vorhandenen Potential geblieben, ebenso wie die Zahl von rund zehn Joint Ventures; hier sollten eine Wirtschaftsmission nach Usbekistan und ein Unternehmerforum in Wien, beide im Herbst diesen Jahres, neue Impulse bringen.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (++43-1) 71100-5108
Referat Presse: Mag. Alexandra Perl, Tel: (++43-1) 71100-5518
presseabteilung@bmwa.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA0003