Broukal: "Schulen wieder das Geld geben, das sie brauchen, um das Beste für unsere Kinder zu tun"

"Ganztagesbetreuung als Elternrecht"

Wien(SK) Schulen müssten in Zukunft wieder mehr für Kinder und Jugendliche tun, unterstrich SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Donnerstag im Nationalrat. Deshalb müsse man Schulen wieder das Geld geben, "das sie brauchen, um das Beste für unsere Kinder zu tun" - dafür trete die SPÖ ein. Zudem müsse man die "Ganztagesbetreuung als Elternrecht" ermöglichen. Als weiteres Angebot für die nächste Nationalratswahl in Sachen Schulpolitik nannte Broukal das Versprechen der SPÖ, armen Gemeinden bei der Einrichtung von Ganztagesschulen zu helfen, so dass diese auch österreichweit realisierbar sind. ****

Nach dem Fall der Zwei-Drittel-Mehrheit sei es allen Parteien möglich, ihren WählerInnen schulrelevante Angebote zu machen, die auch tatsächlich umsetzbar seien. Broukal unterstrich, dass die SPÖ dafür sorgen werde, dass "Schulen wieder das Geld haben, um besser arbeiten zu können". Zahlreiche SchulleiterInnen beklagten sich über Kürzungen im Bereich des Förderunterrichts und des Sprachunterrichts für Migrantenkinder. Von Seiten der Regierungsparteien habe man zudem 4.500 LehrerInnen in Pension geschickt, "in der irrigen Annahme, sie würden in der Schule nicht mehr gebraucht". Weiters sei eine zehnprozentige Kürzung der Schulstunden vorgenommen worden, "in der irrigen Annahme, Österreich brauche diese Schulstunden nicht für seine Kinder. All das sei jedoch ungeachtet des Umstands geschehen, dass die Zahl der SchülerInnen wieder zunimmt, führte Broukal aus.

Die SPÖ werde auch dafür Sorge tragen, dass "alle Familien, die Ganztagesplätze an Schulen benötigten, diese auch bekommen". Bundesministerin Gehrer rede davon, dass Ganztagesbetreuung nur dann gewährt würde, wenn mindestens 15 Kinder diese auch brauchen. Das sei inakzeptabel - es gelte hier vielmehr, "Ganztagesbetreuung zu einem Elternrecht zu machen", unterstrich der SPÖ-Wissenschaftssprecher. Die falsche Position der ÖVP zeige sich auch daran, dass sie den LehrerInnen für die Nachmittagsbetreuung nur den "halben Stundenlohn" geben wolle - "dahinter steht die Meinung, es gehe nur ums Aufpassen und Ruhigstellen".

Die SPÖ jedoch spreche sich dafür aus, dass LehrerInnen für Kinder "am Nachmittag voll da sind", um mit den SchülerInnen zu lernen, oder ihnen Angebote in Sachen Sport und Kultur zu machen. Das werde zwar mehr Geld kosten als die Regierungsparteien "bereit sind, auszugeben", doch werde jeder Euro in diesem Bereich "doppelte und dreifache Zinsen in der Zukunft unseres Landes bringen". Die Bildung unserer Kinder sei zudem "alles Geld der Welt wert", machte Broukal klar.

Die SPÖ werde allen Gemeinden - zuvorderst den armen - "mit billigem Geld" dabei helfen, "die Schulen für den Nachmittag einzurichten". Zwar habe die ÖVP "mit jahrzehntelanger Verspätung" den Schulen erlaubt, generell am Nachmittag offenzuhalten - doch gebe sie den Volks- und Hauptschulen "keinen einzigen Cent", um das auch durchzuführen, kritisierte Broukal. "Die Ganztagesschule wird es in allen, nicht nur in den reichen Gemeinden dieses Landes geben", versprach Broukal abschließend. (Schluss) mb

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