Haidlmayr: Frauenzivildienst kann Pflegenotstand nicht bewältigen

Gegen prekäre Ideen der Bundesregierung zu den Übergangsfristen

Wien (OTS) - "Das Zivildienstgesetz besagt, dass 'bestehende Arbeitsplätze durch den Zivildienst nicht gefährdet' werden dürfen. Die Öffnung des Zivildienstes für alle EWR-BürgerInnen widerspricht dieser Bestimmung ganz eklatant", erklärt die Zivildienstsprecherin der Grünen, Theresia Haidlmayr zum Zivildienstgesetzesentwurf. Die Grünen sind zudem gegen jeden Versuch, der nur dazu dient, dass Frauen zu Dumpingpreisen arbeiten sollen. "Wer ernsthaft will, dass sich mehr Personen für den Beruf im Pflegebereich entscheiden, muss endlich bereit sein, für eine ordentliche Dotation und Qualifikation zu sorgen", so Haidlmayr.

"Die Kritik der Arbeiterkammer am Zivildienstgesetzesentwurf greift allerdings zu kurz. Nicht die Durchlöcherung der Übergangsfristen durch den Zivildienst sind das Problem, sondern die Übergangsfristen selbst, die die Bundesregierung auf derartige prekäre Ideen zum Zivildienst gebracht hat. Innenministerin Prokop und die ÖVP haben ihren eigenen Entwurf offenbar gar nicht gelesen", erklärt die Zivildienstsprecherin der Grünen zur Distanzierung Prokops vom eigenen Entwurf.

"Wir treten für das Auslaufen des Zivildienstes und der allgemeinen Wehrpflicht in absehbarer Zeit ein. Die Zivildienstaufgaben selbst sollen dann durch qualifizierte Vollzeitarbeitskräfte erfüllt werden", erläutert Haidlmayr.

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