GEHRER: HEUTE IST EIN ERFREULICHER TAG FÜR DAS GUTE ÖSTERREICHISCHE SCHULWESEN

95 Prozent der Schulausführungsgesetze werden von der Zwei-Drittel-Hürde befreit

Wien (ÖVP-PK) - Heute ist ein erfreulicher Tag für das gute österreichische Schulwesen; ich freue mich, dass es uns gelingt, die Blockaden zu beseitigen. Wir können damit dem österreichischen Schulsystem mehr Sicherheit in wichtigen Eckpunkten geben. Erstmals werden die wichtigen Eckpunkte der Verfassung festgeschrieben. Wir können 95 Prozent der Schulausführungsgesetze von der Zwei Drittel-Hürde befreien. Diese einfache Gesetzgebungsmöglichkeit für Schulgesetze ist ein Meilenstein in der Bildungspolitik. Das sagte heute, Donnerstag, Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer anlässlich der Debatte über die Änderung des Bundes-Verfassungsgesetzes hinsichtlich des Schulwesens im Nationalrat. ****

"Im Gegensatz zu SPÖ-Chef Gusenbauer stelle ich fest: Wir haben ein gutes Schulsystem mit vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrern. Ich verstehe nicht, warum von einer großen Partei, die jahrzehntelang das Schulwesen gestaltet hat und bis 2000 mitverantwortlich tätig war, plötzlich gesagt wird, dass wir ein schlechtes Schulsystem haben. Alle, die sich mit Schule beschäftigen, wissen, dass sich gerade im Bildungsbereich die Wirkungen von Maßnahmen nur langfristig entfalten." Gehrer zitierte in diesem Zusammenhang den deutschen Bildungsexperten Manfred Prenzel, der gemeint hatte: "Im Bildungswesen kann man in einem sehr kurzen Zeitraum keine dramatischen Effekte erzielen. Es funktioniert nicht einfach, einen Hebel umzulegen, um dann das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Da müssen schon viele kleine Hebel in Bewegung gesetzt werden." Gehrer weiter: "Seit 1962, als wir das gemeinsame Schulgesetz gemacht haben, sind unglaublich viele Hebel gesetzt worden und es hat sich unglaublich viel verändert."

100-PROZENTIGE DURCHLÄSSIGKEIT IST MARKENZEICHEN UNSERES MODERNEN SCHULWESENS

"Wir haben ein Schulsystem, bei dem durch eine 100prozentige Durchlässigkeit jedem Kind optimale Chancen gegeben werden. Über 50 Prozent der Maturanten kommen über die gute Hauptschule zur Matura. Wir haben den Schulen mehr Autonomie gegeben und sind von einer Anordnungs- zu einer Vereinbarungskultur übergegangen. Wir haben den Schulen die Möglichkeiten gegeben, selber Schwerpunkte zu setzen; wir haben die Lehrpläne entrümpelt und für die Oberstufen und für die Pflichtschulen neue Lehrpläne gemacht. Wir haben die Schulen mit neuester Technologie ausgestattet. In Österreich gab es Ende des vergangenen Jahrhunderts 40 Schüler/-innen, die an einem Computer arbeiteten. Heute haben wir für fünf Schüler einen Computer. 1998/99 gab es keine Notebook-Klassen, heute gibt es 11.100. Wir haben die Förderstunden in den Stundentafeln und in den Lehrverpflichtungen festgelegt. Wir haben für alle Schulen Internetanschlüsse. Wir haben dem Trend zur höheren Bildung Rechnung getragen, indem wir weiterführende Schulen gebaut haben. Und wir haben mehr Lehrerinnen und Lehrer für unsere guten Bundesschulen. Mir ist es ein Anliegen, unsere guten Hauptschulen und Gymnasien auch in Zukunft zu erhalten", resümierte Gehrer.

GUTES BILDUNGSWESEN KANN NUN MIT EINFACHER MEHRHEIT BEI SCHULGESETZEN WEITER ENTWICKELT WERDEN

Wenn man von Bildung spreche, müsse man auch die Universitäten und Fachhochschulen einbeziehen. Die Zahl der Absolventen an den Universitäten konnte um 31 Prozent gesteigert werden; die Fachhochschulen wurden ausgebaut und das Angebot verdoppelt. "Ich denke, dass wir gemeinsam - die Regierung und das Parlament -Voraussetzungen im Bildungswesen geschaffen haben, die gut sind, aber noch besser werden können." Sie, Gehrer, habe deshalb den größten Bildungsdialog, den es jemals gegeben hat, ins Leben gerufen. Aus den tausenden von Zuschriften und Reaktionen sei dann mit der Zukunftskommission ein Paket über die Zukunftspläne geformt worden. Diese wichtigen Schritte könne man nun mit einfacher Mehrheit in der Schulgesetzgebung umsetzen. "Das ist ein schöner Tag für das Schulwesen, das sind gute Gesetze für unsere Jugendlichen und Kinder", so die Bildungsministerin.
(Fortsetzung)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0007