Bartenstein: Österreich und Ungarn :Zwei Länder mit gleichen Zielen und bewährter Zusammenarbeit im Bereich Arbeitsmarkt

11. österreichisch-ungarischen Arbeitsmarktkonferenz

Wien (BMWA/OTS) - Zur Eröffnung der traditionellen gemeinsamen Arbeitsmarktkonferenz zwischen Österreich und Ungarn in Szombathely hat Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein gestern Abend seinen ungarischen Amtskollegen Gabor Czismar sowie die ungarische Ministerin für Chancengleichheit Kinga Gönz getroffen. Die dreitägige Konferenz steht unter dem Motto "Arbeitsmarktpolitische Integration von Frauen.

"Das gemeinsame Ziel beider Länder ist nach wie vor die Vollbeschäftigung. Österreich liegt mit einer Arbeitslosenquote von 4,5% europaweit vergleichsweise günstig, allerdings vom Vollbeschäftigungsziel, das laut Kommissar Spidla zwischen 3 und 4% liegt, noch ein Stück entfernt, sagte Bartenstein bei der Konferenzeröffnung. Im Bereich der Frauenbeschäftigung liege Österreich im internationalen Vergleich sehr gut, trotzdem müssten auch hier zusätzliche Massnahmen, wie z.B. für eine bessere Vereinbarkeit von Familien und Beruf gesetzt werden.

Mit einer Frauenbeschäftigungsquote von 62,8% hat Österreich das Lissabonziel von 60% schon im Jahr 2001 erreicht, erklärte der Minister. Trotzdem würden vom Arbeitsmarktservice Österreich Frauen zur Förderung der Chancengleichheit überdurchschnittlich in aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen einbezogen. Während der Anteil an arbeitslosen Frauen an der Gesamtarbeitslosigkeit im Jahr 2004 nur 42,5% betragen hat, betrug ihr Anteil an den geförderten Personen 54,1%.

Eine besondere Herausforderung für Österreich sei das Lissabon Ziel einer Beschäftigungsquote von 50% bei älteren Arbeitnehmern. "In diesem Bereich haben wir noch viel aufzuholen, so Bartenstein. Die Erreichung der Ziele der europäischen Beschäftigungsstrategie hänge allerdings vor allem von einem guten Wirtschaftswachstum ab. Die österreichischen Wirtschaftsforscher schätzen, dass zur nachhaltigen Reduktion der Arbeitslosigkeit ein Wachstum von 2-2,5% erforderlich sei, während in den neuen Mitgliedstaaten im Schnitt ein Wachstum von sogar über 5% dafür notwendig wäre. Die gute Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn im Bereich Arbeitsmarkt, die sich in einer Vielzahl an gemeinsamen Beschäftigungsprojekten vor Ort, der Expertenakademie und einem umfangreichen Know-How Austausch zeige, ist nicht nur wichtig, sondern vor dem Hintergrund der künftigen Arbeitnehmerfreizügigkeit in einem vereinten Europa auch notwendig", meinte Bartenstein.

Zur Arbeitnehmerfreizügigkeit und auch im Zusammenhang mit der künftigen Entwicklung des Grenzgänger- und des Praktikantenabkommens werden Minister Gabor Czismar und BM Bartenstein die Sozialpartner beider Länder zu Gesprächen einladen. Bartenstein schloss seine Eröffnungsrede mit: Es gibt keine Patentrezepte für den Arbeitsmarkt, wir müssen und werden aber ständig gemeinsam daran arbeiten!

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