NEUGEBAUER: UNSERE SCHULEN BRAUCHEN PÄDAGOGISCHEN FREIRAUM

ÖVP-Abgeordneter zum "Jahrhundertgesetz" im österreichischen Schulwesen

Wien, 12. Mai 2005 (ÖVP-PK) Nach dem historischen Kompromiss von 1962, wo Unterrichtsminister Drimmel ein einheitliches, gesamtösterreichisches Schulwesen durchsetzen konnte, stehen wir heute wieder davor, ein Jahrhundertgesetz im Bildungsbereich zu beschließen, sagte ÖVP-Abg. Fritz Neugebauer heute, Mittwoch, in der Bildungsdebatte zur Abschaffung der Zweidrittelmehrheit in Schulfragen im Plenum des Nationalrates. ****

Nach einer kurzen, intensiven Diskussionsphase seien nun in gleichem Maße Reformbereitschaft und Verlässlichkeit gegeben. "Es ist uns auch gelungen, eine Formulierung für eine Zielbestimmung mit hohem Anspruch zu finden", ist Neugebauer zufrieden. "Ich würde mir wünschen, dass die Partnerschaft zwischen Eltern, Lehrern und Schülern belebt wird und dass die Schülerinnen und Schüler ihre Interessen nicht nur mit Hilfe von Funktionären artikulieren, sondern selbst am politischen Diskurs teilnehmen."

Die Verantwortung zur Erziehung der jungen Menschen sieht Neugebauer aber nicht ausschließlich im Klassenzimmer, sondern auch als Aufgabe der Familie. "Die Kontaktarmut zwischen Elternhaus und Schule wird viel beklagt. Die Erziehung lebt davon, dass Eltern und Lehrer in Kontakt bleiben."

"Bisher machte die Politik Vorschriften, diese wurden in der Schule umgesetzt und von der Aufsichtsbehörde kontrolliert. Jetzt ist ein anderes Denken eingekehrt", betonte Neugebauer weiter und regte an, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, "die versucht, neben dem Wegfall der Zweidrittelmehrheit alle Rechtsvorschriften zu beseitigen, die die unterrichtliche Arbeit unserer hervorragenden Lehrerinnen und Lehrer behindern. Unsere Schulen brauchen pädagogischen Freiraum." (Schluss)

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