AK: Schluss mit den Postämterschließungen

AK fordert rasch ein neues Postgesetz, das die Versorgung der Bevölkerung mit flächendeckenden Postdiensten sicherstellt

Wien (OTS) - Die jetzige Schließungswelle der 310 Postämter muss endgültig die letzte gewesen sein, verlangt die AK. Ein weiterer Abbau der Postversorgung ist unakzeptabel. Ebenso muss die Post-Privatisierungsdiskussion ein Ende haben: Statt ständig verantwortungslose Post-Privatisierungspläne zu schmieden, fordert die AK rasch ein neues Postgesetz, das die Versorgung der Bevölkerung mit flächedeckenden Postdiensten sicherstellt.

Außerdem verlangt die AK ein Lizenzierungssystem für alle Postdienstleister, auch für die privaten. Dadurch sollen Auflagen über die Qualität der Dienste und die Größe des zu versorgenden Gebietes geschaffen werden und zufriedenstellende Arbeitsbedingungen für die ArbeitnehmerInnen sichergestellt werden. Darüber hinaus müssen die KonsumetInnenrechte gestärkt werden: Mehr Schutz vor unerwünschter Werbung, Regeln für den Zutritt zu Häusern, eine Anlaufstelle für Beschwerden sowie Regeln im Fall von Urlaub oder Nachsenden, an die sich alle Zusteller halten müssen.

Infrastrukturminister Gorbach muss endlich ein Postgesetz vorlegen, das der zunehmenden Liberalisierung des Postmarktes gerecht wird und die Versorgung für alle sicherstellt. "Denn Postämterschließungen und die teure und ärgerliche Umrüstung der Hausbrieffachanlagen sind sicher nicht das, was sich die Bevölkerung erwartet, sondern sie würden sich eine gute, flächendeckende Versorgung wünschen", sagt AK Experte Mathias Grandosek.

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