Donauausbau stärkt Logistikstandort

Donau-Flaschenhals in Bayern bleibt als Hindernis bestehen

Wien (PWK343) - Mit der geplanten Beseitigung des Engpasses auf
der Donau östlich von Wien wird ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Leistungsfähigkeit der Binnenschifffahrt gesetzt. Denn für jeden Dezimeter Abladetiefe gewinnt man 100 t an zusätzlichem Frachtvolumen, so Mag Piekniczek, Geschäftsführer des Fachverbandes Schifffahrt in der Wirtschaftskammer Österreich.

Hohe Priorität komme auch der Beseitigung des Donau-Flaschenhalses zwischen Straubing und Vilshofen zu. Die Überwindung dieses rund 70 km langen Engpasses auf der Rhein-Main-Donau-Route, die die Nordsee mit dem Schwarzen Meer verbindet, ermöglicht die zügige Verlagerung eines großen Teils des Frachtverkehrs von der Straße auf die Wasserstraße. Ebenso würde man dem Ziel einer nachhaltigen Verkehrsverlagerung in den Donau-Korridor damit wirklich näher kommen.

"Transport ist kein Selbstzweck und der Donauraum ist ein Zukunftsmarkt", betont Piekniczek. Entlang der Rhein-Main-Donau-Wasserstraße liegen bedeutende nationale und internationale Wirtschaftszentren, 220 Millionen Menschen leben in ihrem Einzugsbereich. Mit der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der mittelosteuropäischen Staaten und deren Integration in die EU werden die Güterströme auf dieser Ost-West-Achse enorm zunehmen.

"Es wäre eine verhängnisvolle politische Kurzsichtigkeit in wirtschaftlicher, ökologischer und kultureller Hinsicht, wenn man dieses Geschenk der Natur - einen Fluss, der keine Grenzen kennt -nicht auch als Wasserstraße nutzen würde. Es ist eine besondere Pikanterie, dass das entscheidende Nadelöhr ausgerechnet im High-Tech-Land Bayern liegt", appelliert Piekniczek an die Politik, den Donauausbau zügig voranzutreiben. (hp)

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