Österreich steht im Steuerwettbewerb sehr gut da

Expertendiskussion an der Fachhochschule des bfi Wien Wien (OTS) - Die Referenten der Podiumsdiskussion "Was ist Dran am Steuerwettbewerb?" an der Fachhochschule des bfi Wien sind sich weitgehend einig, dass Österreich im Steuerwettbewerb "sehr gut aufgestellt ist" wie Dr. Wolfgang Nolz, Sektionschef im Finanzministerium betont. Dies zeigt sich nicht nur im Vergleich zu Deutschland, sondern auch zu den östlichen Nachbarländern, bestätigt Dr. Verena Trenkwalder von KPMG. Dennoch wurde in der Diskussion betont, dass niedrige Steuern allein für die Attraktivität eines Wirtschaftsstandorts nicht ausreichend sind. Vielmehr wurde die Bedeutung anderer Standortfaktoren betont. Dies zeigt sich etwa bei den Lohnstückkosten, die auch Lohnnebenkosten und Steuern umfassen, die die hohe Wettbewerbsfähigkeit des Landes widerspiegeln. Vor diesem Hintergrund wurde von Dr. Otto Farny, Leiter der Abteilung Steuerpolitik in der Arbeiterkammer Wien, betont, dass man sich im Wettbewerb "weniger auf die Defensiv-Strategie Steuersenkung" konzentrieren sollte. Vielmehr sei dem Beispiel Finnland zu folgen. Eine Konzentration auf die Stärken eines Landes, die primär in ausgezeichneter Ausbildung und Infrastruktur liegen, sei weitaus zielführender. Da es sich dabei jedoch um öffentliche Güter handelt, ist deren Sicherstellung nur über ausreichende Steuergelder möglich.

Die Teilnehmer am Podium waren sich überdies einig, dass eine einheitliche Unternehmensbesteuerung auf EU-Ebene sinnvoll wäre. Dr. Margit Schratzenstaller, Steuerexpertin des WIFO, wies darauf hin, dass Ländern mit weniger guter Infrastrukturausstattung - wie etwa vielen der neuen EU-Mitgliedsländer - dabei jedoch durchaus die Möglichkeit gegeben werden sollte, etwas geringere Steuern einzuheben. So sehr insgesamt zwar eine Durchsetzung abgestimmter Unternehmensbesteuerung innerhalb der EU als zentral erachtet wurde, gingen jedoch die Meinungen über die politische Durchsetzungsmöglichkeit auseinander.

Studienangebot der Fachhochschule des bfi Wien

Derzeit besuchen 1.250 Studenten einen der vier Fachhochschul-Studiengänge: Bank- und Finanzwirtschaft, Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung, Logistik und Transportmanagement, Projektmanagement und Informationstechnik. 60 Prozent der Studienplätze werden für berufstätige Studenten angeboten. 553 Absolventen haben ihr Studium bereits abgeschlossen.

Seit Oktober 2003 wird der postgraduale universitäre Lehrgang MBA-Risk Management angeboten. Mit Herbst wird ein weiterer MBA -Central and South Eastern Europe - (vorbehaltlich der Genehmigung) und der Lehrgang zur beruflichen Weiterbildung nach § 14a FHStG "Akademischer IT-Trainer" geführt.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Johanna Pirkfellner
Public Relations, Tel.: 720 12 86/15,
e-mail: johanna.pirkfellner@fh-vie.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB0001